Ganze 27 Stunden lief Rainer Kauczor um den Pool im Spanienurlaub.
Bildquelle: Rainer KauczorLauf-Challenge : 70-Jähriger läuft 111 Kilometer um einen Pool
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111,11 Kilometer auf einer Strecke von nur wenigen Metern: Rainer Kauczor hat in seinem Spanienurlaub eine ungewöhnliche Lauf-Challenge gemeistert. Dahinter steckt dieselbe Idee, die auch den Rekener 24-Stunden-Lauf groß gemacht hat: Spenden sammeln.
Es waren fast 40 Grad in Denia an der Costa Blanca. Seine Tochter spazierte nach dem Schwimmen im Pool zwei Runden um den Beckenrand - um die Badesachen trocken zu bekommen, erklärt Rainer Kauczor.
Rainer läuft stundenlang, sein Chef spendet Geld
Das brachte den 70-Jährigen auf eine Idee: Er selbst könnte ein paar Stunden lang um den Pool laufen - für den guten Zweck. Für jeden gelaufenen Kilometer sollte sein Chef bei einer Reinigungsmittelfirma zehn Euro zahlen. Die Bedingung: Kauczor musste mindestens 100 Kilometer schaffen. Mit seiner Strecke übertraf er die Vorgabe um 11,11 Kilometer.
"Irgendwann waren die Fußsohlen auf dem rauen Poolrand ziemlich durch." Rainer Kauczor, Sportler aus Reken
Die Rekener Tierrettung darf sich jetzt also über eine Spende von 1.110 Euro freuen. Kauczor lief übrigens immer tagsüber. Nachts, wenn es kühler ist, das könne ja jeder, so der 70-Jährige. Insgesamt 27 Stunden.
Die Hitze machte den Pool-Lauf noch härter.
Bildquelle: Rainer KauczerPoollauf in der Tradition von ungewöhnlichen Marathonläufen
Der Poollauf reiht sich in eine lange Serie außergewöhnlicher Aktionen ein. Kauczor läuft seit Jahrzehnten Marathon und verbindet den Sport regelmäßig mit Spendenaktionen. Bereits bei einem 100-Kilometer-Lauf im schweizerischen Biel sammelte er auf diese Weise 3.300 Euro.
"Wenn man Langeweile hat und ein bisschen doof im Kopf ist, kommt man auf solche Ideen." Rainer Kauczor, Läufer aus Reken
Später folgten etwa ein Treppenlauf in Dresden und ein Eismarathon im sibirischen Omsk bei minus 37 Grad Celsius. Dafür hatte Kauczor sogar in einem Kühlhaus trainiert. Dazu kamen noch Rennen im Himalaya und ein Lauf auf der Chinesischen Mauer. Die Erlöse gingen dabei meist an den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Emscher-Lippe.
Verrückten Lauf-Aktionen sollen vor allem anderen Menschen helfen
2011 entstand die Idee für den Rekener 24-Stunden-Lauf. Beim ersten Mal begleiteten Kauczor 475 Läuferinnen und Läufer. Dabei kamen 17.000 Euro für das Kinderhospiz zusammen. Aus der einmaligen Aktion entwickelte sich eine jährliche Veranstaltung. Zuletzt nahmen 2.678 Menschen teil.
Im Laufe der Jahre seien nach Angaben von Kauczor rund 500.000 Euro für den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Emscher-Lippe zusammengekommen. Auch Rekener Schulen profitierten bereits von den Spendengeldern.
Für Kauczor steht nach einer Hüft-Operation heute nicht mehr die sportliche Bestleistung im Vordergrund. Entscheidend ist für ihn, dass seine verrückten Aktionen anderen Menschen helfen.
Unsere Quellen:
- Gespräch mit Läufer Rainer Kauczor
Sendung: WDR.de, Poollauf: Rekener läuft im Urlaub 111 Kilometer um einen Pool, 25.09.2026, 16.30 Uhr
