Sohn des verstorbenen Tobit Gründers übernimmt mehr Verantwortung im Unternehmen.
Bildquelle: WDR / Dennis Burk2 Min. 26 Sek.. Verfügbar bis 03.09.2028. Von Dennis Burk.
Ludwig Groten sitzt in einem Großraumbüro, in der ersten Etage des Ahauser Unternehmens. Vor ihm ein Laptop, ein weiterer Bildschirm, ein leeres Wasserglas - ein ganz normaler Arbeitsplatz an dem der 29-Jährige E-Mails checkt, telefoniert, mit seinem Gegenüber scherzt.
Ein eigenes Büro hat Ludwig Groten nicht. Er schaue manchmal eine Etage nach oben, in das seit vier Monaten verwaiste Büro seines Vaters Tobias Groten. Der Tobit-Firmengründer, der aufgrund seiner innovativen Ideen mitunter auch als "Bill Gates Westfalens" bezeichnet wurde, war Anfang Mai plötzlich verstorben - wenige Tage nach der Hochzeit von Sohn Ludwig.
Mehr administrative und organisatorische Dinge
Nach dem Schock versuchten alle so schnell wie möglich zur Tagesordnung überzugehen. Diese Devise galt auch für Sohn Ludwig, der seitdem viele Entscheidungen im Unternehmen treffen muss. "Ich bekomme jetzt mehr Mails, muss mich auch um administrative und organisatorische Dinge kümmern", sagt Ludwig, der in den letzten Jahren im Unternehmen an unterschiedlichen Projekten beteiligt war.
Ludwig Groten trifft Entscheidungen im Austausch mit Mitarbeitern.
Bildquelle: WDR / Dennis BurkZuhören und auf Augenhöhe kommunizieren
Dann muss Groten in ein Meeting. Dort geht es um die Gestaltung eines Messestandes. Ludwig Groten hört den Kollegen zu, spricht mit ihnen auf Augenhöhe. Der Austausch mit den Mitarbeitern scheint geprägt von Respekt und Vertrauen.
Eine von den insgesamt 400 Mitarbeitenden ist Kirsten Altevogt. Sie bezeichnet Ludwig Groten als eine Art Spielertrainer, der mit den Kollegen auf dem Platz steht und das Beste rausholen will. "Finden muss der sich nicht", sagt die Frau, die über 20 Jahre die rechte Hand des verstorbenen Firmengründers Tobias Groten war.
"Die Künstliche Intelligenz ermöglicht besseres Arbeiten!" Ludwig Groten, Sohn des Tobit-Gründers Tobias Groten
Auf Ludwig Groten wartet unterdessen der nächste Termin: Die Produktion einer Podcast-Folge. Zusammen mit Marvin Liedmeyer spricht er über die Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz (KI). Für Ludwig Groten steht fest, dass die KI, es den Menschen ermöglicht, besser zu arbeiten. "Sie dürfen sich nur nicht zu abhängig davon machen und das eigene Denken nicht verlernen", erklärt er weiter. Eine Ansicht, die seinem Vater sicherlich gefallen hätte.
Auch Podcasts werden produziert, hier geht es gerade um KI.
Bildquelle: WDR / Dennis BurkVater war "Chef, schärfster Kritiker und bester Freund."
Die Momente, in denen er seinen Vater vermisse, gebe es sehr oft. Tobias Groten sei nicht nur sein Vater gewesen.
"Papa war mein Chef, mein schärfster Kritiker und auch mein bester Freund, mit dem ich mich auch auf ein Bier treffen konnte.“ Ludwig Groten, Sohn des Tobit-Gründers Tobias Groten
Er hoffe, dass sein Vater oben im Himmel manchmal ein Auge zudrücke, wenn mal was nicht so laufe, wie er sich das vielleicht vorgestellt hätte. Dann setzt sich Ludwig Groten wieder an seinen Arbeitsplatz, checkt Mails, telefoniert und flachst mit seinem Gegenüber.
Die Tobit-Firmenzentrale in Ahaus
Bildquelle: WDR / Dennis BurkUnsere Quellen:
- WDR-Gespräch mit Ludwig Groten
- Eindrücke des WDR-Reporters vor Ort
Sendung: WDR.de, Sohn des verstorbenen Tobit Gründers übernimmt mehr Verantwortung im Unternehmen, 04.09.2026, 8:31 Uhr
