Stef Beumer aus den Niederlanden liegen Grenzflüsse am Herzen.

Bildquelle: WDR/ Dennis Burk

WDR 2 Min. 43 Sek. Verfügbar bis 04.09.2028

Trinkbares Flusswasser Vision eines niederländischen Naturschützers

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Der niederländische Naturschützer Stef Beumer will schaffen, was unmöglich klingt. Flusswasser zum Trinken - bis 2050.

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Dennis Burk

Graue Wolken hängen über der Bocholter Aa. Immer wieder fällt Regen. Das Wasser im Flussbett ist trüb, braun-schlammig und die Strömung kaum wahrnehmbar. Das sieht nicht so aus, als wolle man gleich einen Schluck nehmen.

Issel und Bocholter Aa werden zum Freiluftlabor

Und doch schaut hier eine Schulgruppe ganz genau hin. Gymnasiasten aus Rees sind zur Aa gekommen, um Wasserproben zu entnehmen, Werte zu messen, Beobachtungen zu notieren. Für ein paar Stunden wird der Fluss zum Freiluftlabor.

Stef Beumer hält einen Kescher und spricht zu einer Menschengruppe.

Workshop zu belasteten Flüssen mit Schülern an der Bocholter Aa.

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Die Idee dazu hatte Stef Beumer. Der Niederländer hat vor einigen Jahren die Initiative "Trinkbare Issel-Bocholter Aa" gegründet. Sein Ziel: Die Flüsse in der Grenzregion sollen wieder so sauber und ökologisch intakt sein, dass ihr Wasser theoretisch sogar trinkbar wäre.

Ein Schüler schaut in die Kamera.
"Aus diesem Wasser würde ich nicht trinken wollen." Casimir, Schüler aus Rees

Noch immer zu viele Schadstoffe im Wasser der Flüsse

Stef schaut skeptisch auf die andere Seite des Flusses. Das Klärwerk dort reinige zwar das Wasser, allerdings gelangten immer noch 10 bis 30 Prozent der Schadstoffe zurück in den Fluss.

Schadstoffe aus Landwirtschaft, Industrie und Siedlungen. Nitrate, Phosphor, Plastik, Medikamentenrückstände oder Glyphosat machen die Flüsse ungesund.

Stef Beumer schaut in die Kamera.
"Das verschlechtert die Lebensbedingungen für Fische und andere Tiere." Stef Beumer, niederländischer Naturschützer

Trinkbare Flüsse sind die Vision, saubere Flüsse der Anfang

Deshalb will der 70-Jährige Menschen für den Zustand der Flüsse in der Grenzregion zwischen Münsterland, Niederrhein und Niederlande sensibilisieren.

Eine Gruppe Menschen nimmt Wasserproben am Fluss.

Auch kleinere Flüsse wie Aa oder Issel sind belastet durch Medikamente, Nitrat oder Plastik.

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Auf beiden Seiten der deutsch-niederländischen Grenze veranstaltet er Workshops und Seminare, spricht mit Kommunen. Er setzt auf gemeinsames Handeln.

Kinder wollen auch einen sauberen Fluss

Die Botschaft kommt bei den Schülern an. Emil ist schon während der Messung erschrocken. Er findet, dass man mehr auf Flüsse, Seen und Meere achten solle. Ein Durstlöscher ist das Wasser der Aa für keinen der Schüler.

Ein Junge hält einen Eimer in die Kamera.

Emil Baumann aus Rees wünscht sich Achtsamkeit, um Flüsse sauber zu halten.

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Das Interesse der Schüler macht Stef Beumer Mut und motiviert ihn, weiter aktiv zu sein. Er hofft, noch mehr Menschen von seiner Vision überzeugen zu können. Bis 2050 soll sie Wirklichkeit werden. Eine "trinkbare" Bocholter Aa wäre dann vor allem eines: der Beweis dafür, dass der Fluss wieder sauber und ökologisch gesund ist.

Unsere Quellen:

  • Gespräch mit Naturschützer Stef Beumer
  • Gespräch mit den Schülern des Workshops
  • Beobachtungen des Reporters vor Ort

Sendung: WDR.de, Stef Beumer aus den Niederlanden will Flüsse wieder trinkbar machen, 07.09.2026, 05:07 Uhr

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