Drei Nutrias wurden am Bahndamm in Rheine entdeckt. (Symbolbild)
Bildquelle: WDR/ picture alliance / blickwinkel/M. KuehnNager gesichtet : Nutrias gefährden Bahndamm bei Rheine-Mesum
Stand:
Am Bahndamm südlich von Rheine-Mesum wurden vermehrt Nutrias gesichet. Noch hat das keine Folgen für den Zugverkehr. Weil die Tiere jedoch Höhlen graben, prüfen die Fachleute verschiedene Maßnahmen und kontrollieren die Strecke besonders genau.
Spaziergänger hatten sie an der Bahnstrecke Rheine-Emsdetten zuerst gesehen. Drei große Nager verschwanden in mehreren Löchern, die offenbar zu tiefen Höhlen im Bahndamm führen.
Die Bahn nimmt das sehr ernst und beobachtet die Situation genau. Wie ein Bahnsprecher am Montag erklärte, gibt es aber noch keine Auswirkungen auf den Betrieb der Strecke.
Die Fachleute beobachten die Ausbreitung der Tiere engmaschig. Nutrias sind dafür bekannt, dass sie gerne Höhlen in Bahndämme graben. Dadurch könnte die Stabilität des Damms mit der Zeit leiden. Das wiederum könnte Auswirkungen auf die Lage der Gleise haben.
Nutrias könnten Bahndamm bei Rheine-Mesum gefährden
Die Bahn kontrolliert die Bereiche deshalb regelmäßig, unter anderem mit speziellen Messzügen. Sollten Fachleute Auffälligkeiten feststellen, könnten Züge den betroffenen Abschnitt zunächst nur mit geringerer Geschwindigkeit befahren.
Im schlimmsten Fall müsste die Strecke bis zur Sanierung stillgelegt werden. (Symbolbild)
Bildquelle: imago images / Lars ReimannWelche Maßnahmen prüft die Bahn gegen Nutrias?
Um Schäden an der Infrastruktur zu vermeiden, untersucht die Bahn, wie sich der Lebensraum für die Tiere weniger attraktiv gestalten lässt. Dazu gehört nach Angaben des Unternehmens beispielsweise das Entfernen von Pflanzen oder der Einsatz von Lebendfallen.
Sollte die Nutria-Population weiter wachsen und Auswirkungen auf die Schieneninfrastruktur haben, müssten weitere Maßnahmen geprüft werden. Welche das sind, ließ das Unternehmen offen.
Nutrias schon länger ein Problem
In der benachbarten Region Osnabrück, aber auch im Münsterland sind die Nager schon länger ein Problem. Sie untergraben Böschungen und gefährden so den Hochwasserschutz. Landwirte und Jäger gehen stellenweise sogar mit funkgesteuerten Lebendfallen gegen die Nager vor.
Unsere Quelle:
- Presse DB Regio
Sendung: WDR 2, WDR 2 für das Münsterland, 10.08.2026, 17:32 Uhr