Renk-Werk Rheine sichert Jobs mit Panzer-Getrieben

Bildquelle: WDR/Detlef Proges

WDR 2 Min. 37 Sek. Verfügbar bis 31.08.2028

Rüstungsstandort wächst Renk-Werk Rheine sichert Jobs mit Panzer-Getrieben

Stand:

Getriebe für Panzer: Wie Renk in Rheine aufrüstet und damit neue Arbeitsplätze schafft und die Nato stärkt.

Von
Logo des Westdeutschen Rundfunk
Detlef Proges

"Wir drücken gemeinsam," ruft Emmerich Schiller aus dem Vorstand der Renk-Gruppe in Rheine durch den Produktionslärm einem Mitarbeiter zu. "Und Go!", sagt er und startet so am Montag symbolisch die Maschine, in der automatisch Teile für Getriebe gedreht werden.

In Rheine wird jetzt für Panzer produziert

Die Getriebe werden für den Schützenpanzer Puma gebaut. Und diese Produktion ist neu in Rheine. Es ist das drittgrößte Renk-Werk.

Bislang wurde hier fast nur für zivile Kunden produziert. Das sind Teile für Kupplungen und Getriebe, die in Schiffen und Gasturbinen verbaut werden. Jetzt kommt die militärische Antriebstechnik dazu. 

Renk wächst und auch die Zahl der Arbeitsplätze

Im Werk in Rheine und drumherum ist noch genügend Platz, um zu expandieren. Daher die Entscheidung des Unternehmens, hier die Getriebe für die Panzer zu produzieren.

Rund 450 Beschäftigte arbeiten aktuell bei Renk in Rheine. Durch den Produktionsausbau kommen noch mal neue Arbeitsplätze dazu, laut Renk eine Zahl im zweistelligen Bereich. Vorstandsmitglied Schiller spricht bei seinem Besuch in Rheine von "einem modernen und hochattraktiven Arbeitsumfeld."

Vorstandsmitglied von Renk, Emmerich Schiller, unterhält sich mit einer weiteren Person.

Renk-Vorstandsmitglied Schiller war zum Start der Produktion am Montag in Rheine.

Bildquelle: WDR/Detlef Proges

Werk in Rheine soll deutlich ausgebaut werden

Der Konzern beliefert neben der Bundeswehr nach eigenen Angaben weitere 70 Armeen weltweit. Die Kapazitäten in Rheine würden seit 2025 jedes Jahr um 30 Prozent gesteigert. Der Konzern investiere hier bis 2030 über 20 Millionen Euro. 

Drohnenansicht auf das Renk-Werk in Rheine.

In Rheine gab es noch genug Platz, um die Produktion auszuweiten.

Bildquelle: WDR/Detlef Proges

Rheines Bürgermeister freut sich über weitere Arbeitsplätze

Für Rheines Bürgermeister, Peter Lüttmann, ist die Investition von Renk eine gute Nachricht. Renk sei ein Traditionsunternehmen, das in Rheine weitere Industriearbeitsplätze schaffe, dieses Mal eben im militärischen Bereich. "Uns freut das sehr," sagt er.

Lüttmann weiß, dass der Ausbau von Militärtechnik auch kritisch gesehen wird. Aber es gebe nun mal eine geopolitische Lage, die so ist, wie sie ist.

Der Bürgermeister von Rheine Peter Lüttmann schaut in die Kamera.
"Das Thema Bundeswehr ist wichtig für uns in Rheine und das Thema Verteidigung ebenso. Wir würden alle gerne ohne auskommen, aber die Fakten sind andere." Peter Lüttmann, Bürgermeister Rheine

Renk will unter anderem die Nato stärken

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Augsburg will auch an anderen Standorten in Deutschland die Produktion von militärischen Getrieben ausbauen. So sollen in Augsburg bis 2030 deutlich mehr als 2.000 Getriebe im Jahr produziert werden. Das wäre mehr als eine Verdreifachung gegenüber heute. 

Renk will mehr liefern und damit die Nato stärken und die Modernisierung der Bundeswehr vorantreiben. Deutschlandweit investiert die Renk-Gruppe nach eigenen Angaben bis 2028 etwa 325 Millionen Euro - in Digitalisierung, Innovation und Kapazitätsausbau.

Renk-Werk Rheine sichert Jobs mit Panzer-Getrieben

WDR 24.08.2026 44 Sek. Verfügbar bis 23.08.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Pressemitteilung der Renk-Gruppe
  • Gespräche mit Pressesprecher der Renk-Gruppe
  • Gespräch mit Peter Lüttmann, Bürgermeister Rheine
  • Eindrücke des WDR-Reporters im Renk-Werk Rheine

Sendung: WDR.de, Renk-Werk Rheine sichert Jobs mit Panzer-Getrieben, 31.08.2026, 18:07 Uhr

Weitere Beiträge über Unternehmen aus NRW

1 / 2