Gegen Elterntaxis an Dinslakener Schulen

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WDR 1 Min. 48 Sek. Verfügbar bis 02.09.2028

Zum Schulstart Stadt Dinslaken mit Aktion gegen Elterntaxis

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Elterntaxis sorgen regelmäßig für brenzlige Situationen zu Schulbeginn und -ende: Die Autos gefährden Kinder, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. So will die Stadt Dinslaken dagegen vorgehen.

Die Schule beginnt und schon sind auch wieder die Elterntaxis unterwegs. Die Stadt Dinslaken hat deshalb vor zwei Grundschulen in Dinslaken-Hiesfeld auf die Gefahren aufmerksam gemacht. Bürgermeister Simon Panke (SPD) will den Eltern ins Gewissen reden und dafür werben, dass die Kinder doch lieber zu Fuß zur Schule kommen. An seiner Seite: Die Polizei und das Ordnungsamt.

Teufelskreis Elterntaxis?

Am Mittwochmorgen ist vor der Dorfschule und der GGS Hühnerheide kaum was los, denn der große Einschulungstag ist erst am Donnerstag. Panke und die Mitarbeiter vom Ordnungsamt kommen trotzden mit Menschen vor Ort ins Gespräch. Probleme gibt es an beiden Schulen heute nicht. Um 8:50 Uhr ist die Kontroll-Aktion dann auch beendet.

Zwei Männer stehen sich gegenüber, der eine trägt Glatze und eine Brille, der andere eine Mütze und eine Weste mit der Aufschrift "Ordnungsbehörde"

Zum Schulstart sensibilisieren: Stadt Dinslaken mit Aktion gegen Elterntaxis

Bildquelle: WDR/Jörg Conradi

So ruhig sei es hier normalerweise aber nicht. Viele Eltern würden ihre Kinder quasi bis zum Schultor fahren. Panke erklärt: "Ich glaube, das hat auch immer was damit zu tun, ob große Hauptstraßen in der Umgebung sind. Das ist an der Dorfschule zum Beispiel der Fall. Ich glaube, dass viele Eltern da auch die Sorge haben, dass unterwegs was passieren kann."

Simon Panke
"Das ist dann so eine Spirale: Je mehr Autos vor den Grundschulen unterwegs sind, desto eher haben die Eltern Angst, dass ihre Kinder alleine zur Schule gehen und desto eher bringen sie ihre Kinder zur Schule und umso mehr steigt der Verkehr." Simon Panke (SPD), Bürgermeister von Dinslaken

Stadt verfolgt mehrere Lösungsansätze

Dennoch müsse man dem Problem entgegenwirken: Die Stadt wolle sich der Sache mit einem Maßnahmenbündel nähern. Das seien verkehrsrechtliche Maßnahmen, bauliche Veränderungen oder Markierungen an den Straßen. Und die können an den einzelnen Schulen sehr individuell sein, weil die Schulen jeweils sehr unterschiedlich seien. Denkbar seien beispielsweise Einbahnstraßenregelungen, zusätzliche Zebrastreifen, Fahrbahnverengungen oder verkehrsberuhigende Maßnahmen.

Aufklärung für Eltern auch über Social Media

Zunächst sollen vor allem die Grundschulen betrachtet werden. Der Plan: In Arbeitsgruppen suchen Schulen, Elternvertretungen, Polizei, Anwohnerinnen und Anwohner sowie gegebenenfalls Initiatoren von Bürgeranträgen gemeinsam nach geeigneten Lösungen. Gleichzeitig möchte die Verwaltung an den ehrenamtlichen Schulweg-Lotsen festhalten. Dafür soll gemeinsam mit den Schulleitungen ein entsprechendes Konzept entwickelt werden.

Neben baulichen und verkehrlichen Maßnahmen setzt die Stadt auch auf Aufklärung. Eine Öffentlichkeitskampagne, insbesondere über soziale Medien, soll Eltern von Grundschulkindern für die Gefahren rund um die Schulen sensibilisieren und dafür werben, Kinder möglichst nicht mit dem Auto bis unmittelbar vor das Schultor zu bringen.

Stadt will konsequent mit Bußgeldern arbeiten

Mit Beginn des Schuljahres will die Stadt zudem noch stärker mit unangekündigten Schwerpunktkontrollen arbeiten. Die Erfahrungen zeigten nämlich, dass bestehende Regelungen - zum Beispiel temporäre oder absolute Halteverbote im Schulumfeld - durch Elterntaxis häufig ignoriert würden.

Die Ordnungsbehörde werde damit beauftragt, verstärkt die Hol- und Bringzeiten an Schulen zu berücksichtigen. "Dabei wird man es nicht bei mündlichen Verwarnungen belassen, sondern konsequent mit Bußgeldern arbeiten", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Dinslaken. 

Stadt Dinslaken mit Aktion gegen Elterntaxis

WDR 02.09.2026 38 Sek. Verfügbar bis 01.09.2028

Unsere Quellen:

  • Pressemitteilung der Stadt Dinslaken
  • Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
  • Gespräch mit Simon Panke, Bürgermeister von Dinslaken

Sendung: WDR.de, Stadt Dinslaken mit Aktion gegen Elterntaxis, 02.09.2026, 14:30 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Duisburg, 02.09.2026, 19:30 Uhr

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