In Dinslaken hatte dazu gestern Abend der Ausschuss für Mobilität- und Verkehrsplanung, Stadtentwicklung, Umwelt- und Klimaentwicklung getagt. Alleiniges Thema war die Entwicklung des ehemaligen Trabrennbahngeländes.
Es geht um 700 bis 800 Wohneinheiten
Das Vorhaben steht unter Zeitdruck, da das Oberverwaltungsgericht NRW (OVG) den zugrundeliegenden Regionalplan Ruhr für unwirksam erklärt hat. In der Stadt wird nun darüber beraten, wie die Planungen für das neue Stadtquartier mit ca. 700 bis 800 Wohneinheiten rechtssicher fortgeführt werden können.
Vogelperspketive der geplanten Wohnanlage auf der ehemaligen Trabrennbahn
Bildquelle: Stadt DinslakenAktuell läuft eine Nichtzulassungsbeschwerde des Regionalverband Ruhr (RVR) gegen das Gerichtsurteil. Wie das ausgeht, ist derzeit nicht absehbar. Sowohl der RVR als auch die Bezirksregierung Düsseldorf vertreten den Standpunkt, dass der Regionalplan Ruhr so lange wirksam bleibt, bis das Urteil des OVG rechtskräftig ist.
Bürgermeister ist optimistisch
Nachdem gestern Abend der Ausschuss getagt hatte, äußerte sich Dinslakens Bürgermeister zu den Ergebnissen.
Simon Panke (SPD), Bürgermeister Stadt Dinslaken
Bildquelle: WDR/Michael Jung"Die Hauptsache ist ja für uns, dass wir keinen Planungsstillstand haben. Deshalb haben wir uns auf alle Eventualitäten vorbereitet. Entweder, dass der Regionalplan weiterhin gilt. Dann haben wir ganz normal die Flächenplannutzungsänderung. Oder aber er gilt nicht mehr, dann würden wir nochmal den Plan von 1999 aktualisieren." Simon Panke (SPD), Bürgermeister Dinslaken
Falls das OVG Urteil rechtskräftig werden sollte, würde erst einmal der alte Gebietsentwicklungsplan aus dem Jahr 1999 (GEP 99) wieder in Kraft treten, der die Trabrennbahn bisher jedoch nicht als Siedlungsbereich vorsieht.
Über die Ergebnisse und Empfehlungen aus der gestrigen Runde wird heute ab 17 Uhr in einer Sitzung des Rates der Stadt Dinslaken beraten.
Unsere Quellen:
- Bürgermeister Dinslaken Simon Panke
- Pressesprecher Dinslaken Marcel Sturm
Sendung: WDR.de, Entwicklung des ehemaligen Trabrennbahngeländes Dinslaken, 01.09.2026, 05:07 Uhr