90 Meter hohes Kesselhaus in Voerde gesprengt | Video

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WDR 00:35 Min. Verfügbar bis 21.08.2028

30.000 Tonnen eingestürzt Kraftwerk-Sprengung in Voerde erfolgreich

Stand:

Das 90 Meter hohe Kesselhaus und zwei weitere Anlagen des ehemaligen Kraftwerks in Voerde sind erfolgreich gesprengt worden.

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Pünktlich um 12 Uhr sind am Freitag das Kesselhaus von Block B und zwei benachbarte Entstickungsanlagen gesprengt worden. Nach einem lauten Knall stürzten die Gebäudeteile ein, eine große Staubwolke zog über das Gelände. RWE und Polizei zeigten sich anschließend zufrieden mit dem Ablauf.

Trümmer des eingestürzten Kraftwerks in Voerde. Schutt, Eisenteile und Teile der Fassade liegen auf eiem Haufen

Die Trümmer des 90 Meter hohen Kesselhauses.

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Rund um das Kraftwerk galt für die Sprengung eine Sicherheitszone mit einem Radius von 350 Metern. Straßen waren gesperrt, einzelne Gebäude mussten geräumt und der Schiffsverkehr auf dem Rhein vorübergehend eingestellt werden. Nach der Sprengung wurden die Sperrungen nach und nach wieder aufgehoben.

Weitere Sprengungen in Voerde geplant

Auch nach der Sprengung am Freitag ist der Rückbau noch nicht abgeschlossen. Weitere Anlagen sollen folgen. RWE will große Teile des rund 60 Hektar umfassenden Kraftwerksgeländes für eine neue Nutzung vorbereiten.

Auf dem Gelände ist unter anderem ein wasserstofffähiges Gaskraftwerk geplant. Das Steinkohlekraftwerk in Voerde war 2017 stillgelegt worden.

Der Liveticker zum Nachlesen

Wie die Vorbereitungen liefen, wie die Menschen vor Ort die Sprengung erlebt haben und was danach passiert ist, steht hier in unserem Ticker zum Nachlesen.

13:49 Uhr: Straßensperrungen aufgehoben

Etwas später als zwischenzeitlich angenommen sind die Straßen jetzt nicht mehr gesperrt. Auch, wenn die gelb-rot-weißen Absperrungen noch stehen - eine Seite wurde jetzt geöffnet und der Verkehr rollt wieder. Jetzt werden Autofahrer, Fahrradfahrer und Fußgänger wieder durchgelassen. Wir beenden hiermit den Live-Ticker und verabschieden uns.

Ein Auto fährt an einer geöffneten Straßensperrung vorbei

Die Straßensperrung ist aufgehoben.

Bildquelle: WDR/Hanna Makowka

13:24 Uhr: Bürgermeister zufrieden

Dirk Haarmann, Bürgermeister der Stadt Voerde, ist zufrieden mit dem Ablauf der Sprengung: "Alles ist gut gelaufen", sagt er.

Ein Mann in einem dunklen Pullover steht am Rhein

Bürgermeister Dirk Haarmann, im Hintergrund das ehemalige Kraftwerk.

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Noch stehen einige Teile des ehemaligen Kraftwerks. Haarmann hofft, dass es hier "möglichst schnell" weitergeht. In den kommenden Monaten, auf jeden Fall aber im kommenden Jahr soll es weitere Sprengungen geben.

13:02 Uhr: Straßen noch gesperrt

Die Straßen rund um das Kraftwerk in Voerde sind noch gesperrt. Es stehen weiterhin mehrere Polizeiwagen auf den Wegen, dahinter gibt es Absperrungen. Weder Autos noch Fahrradfahrer oder Fußgänger werden durchgelassen.

Ein Polizeiauto steht quer auf der Fahrbahn

Noch sind die Straßen rund um das Kraftwerk in Voerde gesperrt.

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Grund dafür ist, dass eine umliegende Straße noch gereinigt werden muss - hier lagen laut einem Sprecher der Ordnungsbehörde Voerde wohl mehrere Teile des Kraftwerks, die durch die Sprengung auf der Fahrbahn gelandet sind. Bis etwa 13:30 Uhr soll hier aber wieder alles freigegeben werden.

12:49 Uhr: Es wird ruhig

Sandra Böhmer vom "Strandhaus Ahr" hat die Sprengung von einer Buhne aus mitverfolgt. Kurz vor der Sprengung sei sie schon ein bisschen nervös gewesen, sagt sie. Nach der Sprengung bleibt vor allem die Frage: Wie sieht es rund um ihr "Strandhaus" aus?

"Die Rauchwolke ist genau in meine Richtung gezogen. Da wird so eine dicke Staubschicht sein - viel zu putzen!" Sandra Böhmer, Gastronomin vom "Strandhaus Ahr"

Die meisten Zuschauer sind mittlerweile wieder weg. Es ist ruhig geworden am Rheinufer.

12:21 Uhr: Schiffe fahren wieder

Auf dem Rhein wird es wieder voll, kurz nach der Sprengung sind jetzt schon wieder mehrere Containerschiffe unterwegs, die den Rhein auf Höhe des Kraftwerks befahren.

Auch die Polizei gab auf Nachfrage an, dass die Sprengung gut gelaufen sei.

12:13 Uhr: Die Arbeit danach geht los

RWE gibt auf WDR-Nachfrage an, dass die Sprengung gut gelaufen sei. "Es gab Applaus in der Leitung", so ein Sprecher.

Der Schiffverkehr soll zeitnah wieder freigegeben werden. Auf der Straße sieht es anders aus: nach Einschätzung der Behörden wird es noch mindestens eine Stunde dauern, bis der Verkehr hier wieder fließen kann. Grund dafür ist, dass der Bereich rund um die Sprengung jetzt erst mal kontrolliert werden muss.

12 Uhr: Kraftwerk pünktlich gesprengt

Um Punkt 12 Uhr gab es einen lauten Knall hier in Voerde. Das alte Kesselhaus und zwei weitere Anlagen sind gefallen. Jetzt wird geprüft, ob alles planmäßig funktioniert hat. Gleich seht ihr hier im Ticker auch den Moment der Sprengung noch mal im Video.

So sah die Sprengung aus

Rauch geht von einem einstürzenden Kraftwerk aus.

Was dann folgt, ist eine riesige Staubwolke.

Was dann folgt, ist eine riesige Staubwolke.

Im unteren Drittel des Kraftwerks leuchtet das Sprengmittel auf, danach ein lauter Knall und eine riesige Staubwolke. Ein paar Minuten später sind die Gebäudeteile, die vom Kraftwerk noch übrig geblieben sind, wieder zu sehen.

11:48 Uhr: Schiffsverkehr eingestellt

Es ist ruhig geworden auf dem Rhein. Mittlerweile fahren hier keine Schiffe mehr. Ein Zeichen dafür, dass die Sprengung kurz bevorsteht. Während es auf dem Wasser leer ist, wird es am Ufer immer voller. Alle hier wollen aus erster Reihe sehen, wenn das 90 Meter hohe Kesselhaus "Block B" und danach fast zeitgleich zwei benachbarte Entstickungsanlagen fallen.

11:46 Uhr: es wird voll am Rhein

In den kleinen Buchten zwischen den Buhnen am Rhein wird es langsam voll. In ein paar Minuten soll es knallen - und dafür sind rund 100 Menschen auf Höhe der "Rheinwacht".

Mehrere Buchten zwischen Buhnen am Rhein bei Voerde

Insgesamt sind rund 100 Besucher am Rhein zum Zuschauen.

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11:25 Uhr: Vorbereitungen für den Livestream laufen

Unser Team vor Ort richtet schon die Kamera ein. Wir starten mit dem Livestream um 11:40 Uhr.

Im Vordergrund eine Kamera des WDR, im Hintergrund der Rhein und das Kraftwerk in Voerde

Unser Team begleitet die Sprengung live vor Ort

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11:21 Uhr: noch fahren Schiffe

Noch fahren auf dem Rhein beim Kraftwerk in beide Richtungen Containerschiffe. Nach Angaben eines Mitarbeiters des Ordnungsamts vor Ort soll der Schiffverkehr etwa 30 bis 45 Minuten vor der Sprengung eingestellt werden.

Im Vordergrund Schiffe auf dem Rhein bei Voerde, im Hintergrund das Kraftwerk

Schiffe auf dem Rhein bei Voerde, im Hintergrund das Kraftwerk.

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Knallen soll es um 12 Uhr. Bisher läuft alles nach Plan, sagte ein Sprecher von RWE. Er geht davon aus, dass die Sprengung auch zu dieser Uhrzeit losgehen wird.

10:27 Uhr: die ersten Anwohner kommen zum Gucken

Die Absperrung steht, mehrere Polizeiwagen sichern die Straße und achten darauf, dass niemand sich in Richtung des abgesperrten Bereichs bewegt. Aber auch vor der Absperrung gibt es einen guten Blick auf das Kraftwerk. Obwohl es bis zur Sprengung noch ein bisschen dauert, sind an der Absperrung schon einige Menschen, die zuschauen wollen.

Ein älteres Ehepaar steht vor einer Wiese, im Hintergrund der Rhein

Marianne und Manfred Tiemann wollen bei der Sprengung zuschauen

Bildquelle: WDR/Hanna Makowka

Marianne und Manfred Tiemannn kommen aus Möllen, etwa 2 Kilometer von hier. Die bisherigen Sprengungen haben sie von zu Hause aus verfolgt. Aber diesmal wollten sie live dabei sein und sind dafür hergekommen. Sorgen macht Marianne Tiemann sich keine: "Ach, das wird schon gut gehen. Meine ich jedenfalls."

10:02 Uhr: Zone abgesperrt

Seit 10 Uhr gilt rund um die Anlagen ein Sicherheitsradius von 350 Metern. In diesem Bereich darf sich niemand aufhalten. Polizei und Sicherheitsdienste kontrollieren die Sperrzone. Auch einzelne Gebäude an der Ahrstraße und Frankfurter Straße mussten geräumt werden.

Eine Straßenabsperrung

Durchfahren ist hier nicht mehr möglich.

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Die Sprengung wirkt sich zudem auf den Verkehr aus. Die Frankfurter Straße ist zwischen Steinstraße und Friedrichstraße vollständig gesperrt. Auch der Rhein liegt auf seiner gesamten Breite innerhalb der Sicherheitszone. Deshalb muss zeitweise auch die Schifffahrt ruhen.

9:43 Uhr: "Man gewöhnt sich an alles"

Direkt neben dem Kraftwerk liegt das "Strandhaus Ahr". Für Gastronomin Sandra Böhmer ist es nicht die erste Sprengung, die sie mitmacht. Heute ist sie ziemlich entspannt - "man gewöhnt sich an alles", sagt sie und lacht.

Eine Frau sitzt in einer Kneipe

Sandra Böhmer im "Strandhaus", hinter ihr ein Bild des Kraftwerkes

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Bei der letzten Sprengung sei sie nervöser gewesen: "Aber da sind auch die hohen Kühltürme gefallen."

Mehr zur Sprengung:

Kohlekraftwerk Voerde: Kesselhaus B und zwei Entstickungsanlagen

WDR 20.08.2026 00:22 Min. Verfügbar bis 19.08.2028

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Unsere Quellen:

  • RWE Generation SE
  • Stadt Voerde
  • Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort

Sendung: WDR 2, WDR 2 für Rheinland, Ruhrgebiet und Niederrhein, 20.08.2026, 7:30 Uhr

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