2.000 Jahre alte Siedlung in Spenge entdeckt
WDR. 02:26 Min.. Verfügbar bis 08.05.2028.
Dass hier Menschen gelebt haben, erkennen die Archäologen an dunklen Stellen im Lehmboden - ungefähr 40 Zentimeter unter der bisherigen Bodendecke. Sie lassen unter anderem auf Pfosten früherer Holzhäuser schließen. Die Experten gehen davon aus, dass es an dieser Stelle drei Hofstellen gab.
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe geht davon aus, dass die gefundenen Bodendenkmale mindestens 2.000 Jahre alt sind - womöglich sogar 2.500. An dieser Stelle ist der Boden lehmig und deshalb sehr fruchtbar. In unmittelbarer Nähe fließt ein Bach: beste Bedingungen für einfache Landwirtschaft. Nach ungefähr 30 Jahren wurden dann die Flächen und Gebäude aufgegeben und man zog einige hundert Meter weiter.
Die Archäologen testen das Gestein.
"Die Menschen siedelten bevorzugt entlang von Bachläufen. Dort rodeten sie Wälder, um Acker- und Weideland zu gewinnen." Sven Spiong, Archäologe, Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Insofern passen die jetzt gefundenen Siedlungsreste in Spenge auch gut zu früheren Funden. Vor knapp 100 Jahren wurde ungefähr 700 Meter entfernt ein Begräbnisfeld entdeckt. Eine weitere Fundstelle liegt etwa zwei Kilometer entfernt.
Die jetzigen Funde liegen auf den Straßen des künftigen Wohngebiets. In den nächsten Wochen werden die Archäologen alles so weit es geht dokumentieren. Wenn das Wohngebiet später erschlossen ist, sollen auch die Baugruben der künftigen Häuser untersucht werden.
Unsere Quellen:
- Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit OWL, 08.05.2026, 18:09 Uhr