Alexander Ewen (l.) ist Glioblastom-Langzeitüberlebender. Er lässt sich von Prof. Markus Holling anhand von MRT-Bildern in der VR-Brille virtuelle Eindrücke seines Gehirns zeigen.

Mit VR-Brille durch die eigenen Organe reisen.

Bildquelle: Universitätsklinikum Münster (UKM)

Gesundheitspreis in NRW verliehen Auszeichnung für Projekte in Westfalen

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Der erste Preis geht an eine Idee aus Münster, bei der Patienten mit VR-Brillen durch den eigenen Körper "wandern" können.

Den Gesundheitspreis NRW verleiht das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in diesem Jahr an besondere digitale Projekte: "Digitalisierung im nordrhein-westfälischen Gesundheitswesen sinnvoll und sicher ausbauen" - unter diesem Motto findet die diesjährige Preisverleihung statt. Der erste Platz geht an das Universitätsklinikum Münster.

VR-Brillen am Universitätsklinikum Münster

Das Münsteraner Projekt ist besonders: Mit VR-Brillen können Pateintinnen und Patienten in den eigenen Körper gucken, um Erkrankungen besser zu verstehen. Krankheiten und wie sie operiert werden können, werden so mit Hilfe von Virtual-Reality-Brillen erklärt. Das Bild setzt sich aus Röntgen-, CT- oder MRT-Aufnahmen zusammen, erklärt Professor Markus Holling, Neurochirurg am UKM.

Prof. Markus Holling, stellv. Direktor der Klinik für Neurochirurgie, lächelt in die Kamera.
Man kann es vergleichen mit einem Flug durch das Organ, wo man ganz genau erkennen kann, wo die Erkrankung sitzt. Markus Holling, Neurochirurg Universitätsklinikum Münster

Patienten reisen aus anderen Städten an

So soll es Patientinnen und Patienten ermöglicht werden, eine Erkrankung besser zu verstehen. Alexander Ewen ist deshalb extra angereist - er wird eigentlich an der Uniklinik in Bonn behandelt, hat dort einen bösartigen Tumor entfernen lassen. Der technikbegeisterte Mann hat auf einer Messe von dem Projekt erfahren und sich mit der VR-Brille sein Gehirn von Innen zeigen lassen.

Alexander Ewen (l.) ist Glioblastom-Langzeitüberlebender. Er lässt sich von Prof. Markus Holling anhand von MRT-Bildern in der VR-Brille virtuelle Eindrücke seines Gehirns zeigen.
Es ist krass. Es wird viel deutlicher als in zwei Dimensionen, bei denen man als Laie nicht viel erkennt und bei denen man durch die einzelnen Schichten durchwandern muss. Alexander Ewen, Patient

Pflegedienst aus Herford belegt zweiten Platz

Der zweite Platz geht nach Ostwestfalen. Ein Herforder Pflegedienst gewährleistet eine ärztliche Betreuung seiner Patienten mit Telemedizin. Die Deutsche Fachpflege Holding aus Herford, ehemals Bonitas, hat sich auf Patienten spezialisiert, die beatmet werden müssen.

Sie haben dafür ein Netzwerk aus Ärzten aufgebaut, die mit den Fachpflegern per Video übers Tablet oder im Notfall auch übers Privathandy telefonieren. So kann bei Bedarf unkompliziert und schnell ein ärztlicher Rat hinzugezogen werden.

"Ich habe sogar eine Arztpraxis, die hat ein spezielles Telefon dafür abgestellt. Da rufen dann tatsächlich nur wir an." Florian Filkowski, Mitentwickler

Auszeichnung für Projekte in Westfalen

WDR 09.09.2026 24 Sek. Verfügbar bis 08.09.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Pressemitteilung des Universitätsklinikums Münster
  • Webseite des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW
  • Gespräche der WDR-Reporter

Sendung: WDR.de, Auszeichnung für Projekte in Westfalen, 09.09.2026, 10.00 Uhr

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