Am Wochenende hatte ein Patient eine Mitarbeiterin geschlagen, weil er seine Brille nicht finden konnte. In einem weiteren Fall verwüstete ein unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehender Mann ein Patientenzimmer – die Polizei musste eingreifen.
Solche Übergriffe seien keine Einzelfälle mehr, sagt Chefarzt der Notfallmedizin Marco Kauling, die Bedrohungslage habe deutlich zugenommen.
In einem Facebook-Post äußert sich das Klinikum offiziell.
Aggressive Patienten bedrohen die Notversorgung
Besonders problematisch: Während Personal mit aggressiven Patienten beschäftigt ist, fehlt es an anderer Stelle – etwa bei der Behandlung von Schlaganfällen, Herzinfarkten oder Knochenbrüchen.
Auch verbale Attacken nehmen zu. Jüngst beleidigte ein junger Patient eine Notärztin und filmte sie während der Behandlung. Für das Klinikum war der tätliche Angriff auf eine Mitarbeiterin nun ein Wendepunkt. "Das ging zu weit, wir mussten handeln", so Kauling.
Die Klinik reagiert mit Maßnahmen
Mitarbeitende werden in Deeskalationstechniken geschult, um kritische Situationen frühzeitig zu erkennen und abzumildern. Zudem wurden spezielle Gewalterfassungsbögen eingeführt, um Vorfälle systematisch zu dokumentieren.
Bei akuten Eskalationen greift das Klinikum auf schnelle Unterstützung durch die Polizei zurück. Für diese enge Zusammenarbeit sei man sehr dankbar, so Kauling.
Das Klinikum will damit deutlich machen: Gewalt gegen das medizinische Personal wird nicht toleriert.
Unsere Quellen:
- Klinikum Herford
