Angegriffenes Fohlen in Papenhöfen
WDR. 02:24 Min.. Verfügbar bis 03.07.2028.
Rätselhafte Serie : Schon wieder Pferd in Marienmünster angegriffen
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Eine Pferdehalterin aus Papenhöfen hat am Donnerstagmorgen ihr knapp zwei Monate altes Fohlen verletzt auf der Weide entdeckt. Es ist der dritte Vorfall im Kreis Höxter in einem Monat. Nun schließen sich Pferdehalter zu Nachtwachen zusammen.
In Marienmünster im Kreis Höxter sorgt eine Serie von verletzten Jungpferden für Unruhe: drei verletzte Pferde in knapp vier Wochen. Die Polizei geht von absichtlicher Tierquälerei aus.
Das verletzte Fohlen ist gerade mal zwei Monate alt.
Am Donnerstagmorgen fand eine Pferdehalterin aus Papenhöfen ihr Fohlen mit Schnittverletzungen auf einer Weide zwischen den beiden kleinen Dörfern Papenhöfen und Kleinenbreden. Die Dörfer liegen nur wenige Kilometer von Altenbergen entfernt. Dort wurde am Wochenende ein Fohlen mit tiefen Schnittwunden am Hinterbein im Stall gefunden. Wenige Wochen zuvor hatte eine andere Familie ein Einjähriges mit zerschnittenen Hinterläufen auf ihrer Weide entdeckt.
Pferdebesitzer halten Nachtwache
Während die Polizei nach dem mutmaßlichen Tierquäler sucht, tun sich Pferdehalterinnen und Halter aus Papenhöfen, Altenbergen, Marienmünster und der Umgebung zusammen. Sie organisieren nächtliche Kontrollfahrten und Nachtwachen an den örtlichen Weiden. "In unserer Hilflosigkeit wollen wir wenigstens irgendetwas tun, um unsere Tiere zu schützen", berichtet Pferdebesitzerin Michaela Behrenberg im WDR-Interview. Für sie sei bei allen drei Fällen der letzten Wochen auffällig, dass immer Jungtiere angegriffen worden sind.
Rudolf Pellengahr vom Kreisreiterverband empfielt, die Ställe gegebenfalls von Hunden bewachen zu lassen. Auch Kameras könnte man installieren, sowohl in den Ställen als auch auf den Weiden. Wildkameras seien günstig und effektiv.
Tiefe Schnittverletzungen zwischen Vorderbeinen
Nach Angaben von Polizei und Pferdehalterin erlitt das Jungtier bei Papenhöfen tiefe Schnittverletzungen am Unterbauch zwischen den Vorderbeinen. Obwohl die Beine des Fohlens bei Papenhöfen nicht direkt betroffen seien, lahmt das Pferd. Die Schnittwunde musste vom Tierarzt genäht werden. Das Fohlen stand mit den beiden Elterntieren auf der Weide.
Pferde im Kreis Höxter wohl absichtlich misshandelt
Auf Nachfrage des WDR bestätigt die Polizei, dass sie in diesem Fall - wie in den beiden anderen Fällen - von absichtlichen Verletzungen durch einen Menschen ausgeht. Im Gespräch deutet sie an, dass der Täter wohl nicht einfach so an einer Weide bei Papenhöfen oder Altenbergen vorbeigekommen ist.
"Das ist eine sehr ländliche Gegend. Da fährt man nicht so zufällig vorbei." Polizeisprecher Jörg Niggemann
Die Polizei bittet um Zeugenhinweise und kündigt an, in der Umgebung verstärkt Streife zu fahren.
Unsere Quellen:
- Pressemeldung Polizei Höxter
- Telefonat mit Kreispolizei-Pressesprecher Jörg Niggemann
- Gespräch mit Pferdehalter-Familie aus Papenhöfen
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit OWL, 03.07.2026, 19:30 Uhr