Erster Fall von Shamonda-Virus im Kreis Höxter

Bildquelle: Matthias Münzel

WDR 1 Min. 38 Sek. Verfügbar bis 25.08.2028

Erste Fälle in Bad Driburg Landwirte rüsten sich gegen Shamonda-Virus

Stand:

Im Kreis Höxter ist das Shamonda-Virus aufgetaucht. Da noch kein Impfstoff existiert, schützen Landwirte ihre Rinder vor Mücken.

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Matthias Münzel

Jetzt fressen Martin Waldeyers Kühe wieder normal. Vor kurzem haben sie noch fast alles liegen lassen. Sie waren krank. Ob es schon das Shamonda-Virus war, kann der Landwirt aus Willebadessen nicht sagen. Zu der Zeit hatte er das neue Virus noch nicht auf dem Schirm und seine Kühe nicht testen lassen.

Symptome ähneln anderen Viruserkrankungen

Als Azubi Samira Meuser vor knapp zwei Wochen in den Stall kommt, wundert sie sich. Die rund 50 Kühe haben fast nichts gefressen. Das sei ungewöhnlich, sagt sie. Sonst kommt es nicht vor, dass sie Futter zusammenfegen und wegwerfen muss, weil es im Stall vergammeln könnte.

Ein Mann und eine junge Frau im Stall posieren freundlich

Landwirt Martin Waldeyer mit Azubi Samira Meuser

Bildquelle: Matthias Münzel

Dass die Kühe Durchfall haben, weniger essen und auch weniger Milch geben kann schon mal vorkommen, sagt Martin Waldeyer. Ihm kommt es aber im Nachhinein komisch vor, dass der Kot der Tiere grün war. Das würde genau zu den Symptomen des neu eingeschleppten Virus passen.

Kein Impfstoff kann helfen

Den ersten offiziellen Fall des Shamonda-Virus in NRW gab es in Bad Driburg. Das Veterinäramt des Kreises Höxter geht aber davon aus, dass es noch viel mehr unentdeckte Fälle gibt. Mücken übertragen das Virus. Die Symptome sind ähnlich zu anderen Viruserkrankungen, wie das Schmallenberg-Virus: Fieber, Durchfall, weniger Milchproduktion. Einen Impfstoff gibt es nicht.

Martin Waldeyer verteilt Mückenschutzmittel auf seinen Kühen.

Martin Waldeyer verteilt Mückenschutzmittel auf seinen Kühen.

Bildquelle: Matthias Münzel

Deswegen ist der einzige Schutz vor dem Virus ein Schutz vor Mücken. Landwirt Martin Waldeyer verteilt deswegen ein Insektizid auf den Kühen. Es riecht nach Knoblauch und soll die Mücken fernhalten. Auch das Veterinäramt des Kreises Höxter empfiehlt das. Wenn die Rinder seltener gestochen werden, dann sinkt auch die Chance der Übertragung.

Bisher ist das Shamonda-Virus nicht meldepflichtig. Trotzdem rät Dr. Jens Tschachtschal, vom Veterinäramt Kreis Höxter, Krankheiten durch den Hoftierarzt abklären zulassen.

Unsere Quellen:

  • Recherche vor Ort
  • Veterinäramt Kreis Höxter

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit OWL, 25.08.2026, 19:30 Uhr

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