Das Museum sucht auch persönliche Erinnerungsstücke an die Zeit unter Tage.
Bildquelle: Besucher-Bergwerk & Museum Kleinenbremen gGmbHOb die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen nun selbst unter Tage gearbeitet haben oder sich nur als Ehefrau oder Kind einer Bergmannsfamilie an die Zeit erinnern, ist erst einmal egal. Das Besucher-Bergwerk und Museum Kleinenbremen (BBMK) sucht für eine neue Ausstellung echte Geschichten.
"Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Erinnerungen derjenigen, die Bergbau in Kleinenbremen und auch überregional selbst erlebt haben: als Bergmann, als Ehefrau eines Bergmanns, als Kind einer Bergmannsfamilie oder als Zeitzeugin und Zeitzeugen von Krieg und Nachkriegsjahren in der Region Minden-Lübbecke." Isabelle Voßkötter-Berens, Projektleitung
Bergbau in Kleinenbremen und Alltag der Bergmannsfamilien im Fokus
Das Museum möchte die Geschichten der Bergleute und ihrer Familien für heutige und zukünftige Generationen lebendig halten. Geplant sind persönliche Gespräche, in denen die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gemeinsam mit dem Projektteam in ihre Vergangenheit zurückblicken. Das Bergwerk war bis ins Jahr 1984 in Betrieb. Das Museum geht davon aus, dass viele ehemalige Bergleute heute nicht mehr in der Region leben.
Dabei soll es um ganz verschiedene Themen gehen: Die Arbeit in den Stollen unter Tage, den Alltag der Bergleute und ihrer Familien und um die bewegte Zeit von Krieg und Besatzung sowie deren Auswirkungen auf das Leben und den Bergbau in der Region.
'Der Weg der Bergleute' als der rote Faden
"Der rote Faden der Ausstellung wird 'Der Weg der Bergleute' sein. Ein Besuch soll die Emotionen der Besuchenden wecken und diese mit allen Sinnen in die vor Ort erlebbare Historie des ehemaligen Verwaltungs- und Kauengebäudes eintauchen lassen," sagt Eryk Löbner, Geschäftsführer des BBMK.
"Nichts erzählt diese Geschichte so authentisch wie die Menschen, die sie selbst erlebt haben." Eryk Löbner, Geschäftsführer des BBMK
Museum bittet um alte Fotos, Utensilien und Familienerbstücke
Das Museum sucht auch persönliche Erinnerungsstücke: Fotos, Familienalben, Bergmanns-Utensilien oder andere "Schätze", über die beim Interview gesprochen werden können. Das Projekt-Team will die Gespräche audiovisuell aufzeichenen und dann für die Aufstellung aufbereiten. Wer mitmachen möchte, kann sich während der Öffnungzeiten im Besucher-Bergwerk und Museum Kleinenbremen melden oder telefonisch oder per Mail an das Museum wenden.
Unsere Quellen:
- Projektleitung Isabelle Voßkötter-Berens
- Besucher-Bergwerk und Museum Kleinenbremen
Sendung: WDR.de, Besucher-Bergwerk Kleinenbremen sucht Zeitzeugen, 20.09.2026, 15:50 Uhr