Der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ warnt: Im Verbandsgebiet wird nach wie vor mehr Wasser verbraucht, als gefördert und zugekauft werden kann. Allein am Mittwoch, dem Tag des Inkrafttretens der ordnungsbehördlichen Verordnung, waren es rund 300.000 Liter mehr als am Vortag. Zwar ging der Verbrauch am nächsten Tag leicht zurück, die Situation bleibt jedoch angespannt.
Kritische Marke im Hochbehälter nicht unterschreiten
Nur mit außergewöhnlichen Maßnahmen könne der Pegelstand im zentralen Hochbehälter über der kritischen Marke von 1,50 Metern gehalten werden. Der Verband habe die Abnahme- und Trinkwassermengen genau im Blick und prüfe die höchstmögliche Zuliefermengen täglich neu. "Käme es bei einem Zulieferpartner zu einer eigenen Herausforderung, zum Beispiel einer Störung, könnte die Lage äußerst kritisch werden“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Verschwendung von Trinkwasser ist verboten
Um die Wasserversorgung vor dem Kollaps zu schützen, gilt seit Mittwoch in den Städten Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne eine ordnungsbehördliche Verordnung. Verboten ist jegliche Verschwendung von Trinkwasser, etwa das Bewässern von Rasenflächen und Gärten, das Befüllen von privaten Pools, Zisternen oder anderen Wasserspeichern und die Nutzung von Trinkwasser für die Autowäsche oder für die Außenreinigung von Gebäuden und Terrassen.
Auch in Minden gelten strenge Regeln
Die Stadt Minden hat für ihre Stadtteile Hahlen und Minderheide ebenfalls eine ordnungsbehördliche Verordnung erlassen und ruft die Menschen zum Wassersparen auf. Kommunen und Versorgungsunternehmen haben zusätzlich Telefon- und E-Mail-Hotlines eingerichtet und stellen Informationen auf ihren Webseiten bereit. Die Ordnungsämter kontrollieren, ob die Regeln eingehalten werden. Wer beim illegalen Rasensprengen oder Poolbefüllen erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro rechnen.
Unsere Quellen:
- Wasserbeschaffungsverband "Am Wiehen"
Sendung: WDR 2 Ostwestfalen-Lippe, Lokalzeit, 26.06.2026, 17:31 Uhr