25-Jähriger geht auf Weltreise mit dem Segelboot

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WDR 04:02 Min. Verfügbar bis 18.08.2028

Drei Jahre allein auf See 25-Jähriger aus Paderborn will Welt umsegeln

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Einmal um die ganze Welt: Lange hat Julian Schlangenotto für diesen Traum gespart. Jetzt will der Paderborner drei Jahre lang aufs Boot, drei Jahre allein auf elf mal dreieinhalb Metern leben. Den größten Respekt hat Julian aber nicht etwa vor Stürmen - sondern vorm Alleinsein.

Das Boot heißt "Avietti", ist gut 30 Jahre alt und steht derzeit noch trocken auf einem Bock in Portugal. Julian Schlangenotto macht es endgültig seefertig. Wenn alles gut geht, wird er die nächsten drei Jahre darauf verbringen, auf elf mal dreieinhalb Meter.

Weltreise über Karibik bis nach Neuseeland

Julian Schlangenotto ist Luft- und Raumfahrtingenieur. In die Höhe zieht es ihn aber erstmal nicht. Er will aufs Wasser. Über den Atlantik, an den Kanaren und den Kapverden vorbei, dann hinüber in die Karibik, später in den Pazifik, bis nach Neuseeland - dann irgendwann nach Hause. Drei Jahre - so sein Plan - wird er unterwegs sein.

Die Vorderseite eines Segelboots mit dem Namen Avietti

"Avietti" soll für die nächsten drei Jahre das Zuhause von Julian Schlangenotto sein.

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Die Leidenschaft hat Julian von Vater Sascha. Der hat ihm das Segeln beigebracht. Seit Jahren verbringt die gesamte Familie ihre Urlaube auf Booten im Mittelmeer und in der Ostsee. Eine Etappe auf der Weltreise werden Vater und Sohn sogar gemeinsam segeln.

"Fürchten tue ich nichts. Aber wovor ich am meisten Respekt habe, ist die Einsamkeit. Weil ich das noch nie hatte." Julian Schlangenotto

Die meiste Zeit aber wird Julian allein sein. Wobei das Alleinsein nicht langweilig sei: "Es ist nicht so, als würde man den ganzen Tag vom Balkon in den Garten schauen. Man sieht den ganzen Tag etwas. Wetter, Wolken, Wellen verändern sich. Es passiert ständig etwas."

Segler aus Paderborn: Nur 15 Minuten Schlaf müssen reichen

Und wie sieht es ansonsten mit gefährlichen Unwägbarkeiten aus: Sturm, Unwetter, Verletzungen, Krankheiten? "Alles kann man nicht planen", erklärt der 25-Jährige, "aber man kann versuchen, sich so gut wie möglich vorzubereiten."

Eine Weltkarte die auf dem Tisch liegt

Kartenlesen wird bei Julian Schlangenottos Reise eine zentrale Rolle spielen.

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Bei Sturm und Unwetter? "Seekarten studieren, Wetter beobachten, ansonsten den Sturm umfahren", sagt Schlangenotto.

Bei Krankheiten? Klare Ansage: "Ausreichend Medikamente mitnehmen". Bei Verletzungen? "Vorsichtig sein, aufpassen", sagt der Paderborner. Das, was kaum planbar ist, seien Zusammenstöße, zum Beispiel mit schwimmenden Containern. "Aber da ist das Risiko so gering, dass man nicht so viel darüber nachdenken sollte", räumt Julian Schlangenotto ein.

Was jetzt schon klar ist: Wer allein segelt, schläft wenig: "15, 20, vielleicht 30 Minuten am Stück. Dann nach dem Wetter schauen, Boot überprüfen. Dann wieder hinlegen und Wecker stellen".

Unsere Quelle:

  • Gespräch mit Julian Schlangenotto

Sendung: WDR.de, 25-Jähriger geht auf Weltreise mit dem Segelboot, 21.08.2026, 4:58 Uhr

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