Lippischer Grenzstein wieder gut sichtbar an der B66

02:06 Min. Verfügbar bis 02.07.2028

Nach Jahren Streit Lippischer Grenzstein wieder gut sichtbar an der B66

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Jahrelang wurde über den lippischen Grenzstein diskutiert. Jetzt steht er endlich an einem Platz, mit dem alle zufrieden sind.

In den vergangenen Jahren wurden auf der Großbaustelle an der B66 zwischen Leopoldshöhe und Bielefeld unzählige Tonnen Schutt, Erde und Asphalt bewegt. Aber für Streit sorgten ausgerechnet 3,8 Tonnen Stein am Rande der Baustelle: der Historische Grenzstein, der die ehemalige Grenze zwischen dem Fürstentum Lippe und Preußen symbolisiert. Heute wechselte er abermals seinen Platz.

Grenzstein musste für Großbaustelle weichen

Der Grenzstein war das prominenteste Opfer der B66-Großbaustelle. Um Platz für eine weitere Fahrbahn zu machen, musste der Stein versetzt werden. Er verschwand in der Folge hinter einer Schallschutzwand, quasi unsichtbar für Autofahrer und Fußgänger. Außerdem wurde er auf Bielefelder Gebiet aufgestellt.

"Hinter der Mauer wäre der Stein quasi vergammelt!" Manfred Burkamp, Initiator

Bürgerinitiative brachte Stein ins Rollen

Für einige engagierte Lipper stand fest: Der Stein darf nicht an diesem Standort bleiben. Eine Initiative rund um den Leopoldshöher Manfred Burkamp machte es sich zur Aufgabe, den "verlorenen Sohn" zurückzuholen. Aber laut Burkamps Aussage fühlten sich mehrere Behörden nicht zuständig. Der Stein wurde schließlich sogar Thema im Petitionsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags.

Der Grenzstein hinter der Lärmschutzmauer

Am alten Standort war die Sicht auf den Stein blockiert.

Behörden durften Rückholaktion keine Steine in den Weg legen

Und der Petitionsausschuss stärkte der Bürgerinitiative den Rücken. Wenn sie den Stein versetzen wolle, dürfe sie daran nicht gehindert werden. Geld für die Rückversetzung wurde aber nicht zur Verfügung gestellt. Also sammelten die Lipper Spenden. Mehr als 10.000 Euro kamen zusammen.

Grenzstein hat endlich ein neues Zuhause in Lippe

Jetzt war es so weit. Mit schwerem Gerät und unter Beobachtung eines Steinmetzes wechselte der Grenzstein auf die andere Straßenseite - von der Straße und vom Gehweg aus gut sichtbar. Manfred Burkamp und sein Team standen glücklich neben dem Denkmal, machten Fotos und freuten sich, dass die "Odyssee" ein Ende genommen hat.

Unsere Quellen:

  • Recherche des Reporters vor Ort
  • Interview mit Manfred Burkamp

Historischer Grenzstein zieht um

WDR 02.07.2026 00:43 Min. Verfügbar bis 01.07.2028

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Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit OWL, 02.07.2026, 18:09 Uhr

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