Hier ist der Wildverbiss so hoch, dass diese Bäumchen es seit Jahren nicht schaffen, größer als 30 bis 40 Zentimeter zu werden. Carla Paul, RVR Ruhr Grün
Försterin Carla Paul kennt in der Hohen Mark die problematischen Lichtungen. Hier standen einst Fichten, erzählt sie. Die hätten Trockenheit und Borkenkäfer dahingerafft. Nun sollten an der Stelle unter anderem Eichen, Ebereschen und Lerchen einen klimarobusten Mischwald bilden. Doch die jungen Pflanzen verkümmern.
Untersuchungen zeichnen verheerendes Bild
Auch in den Kreisen Euskirchen, Siegen-Wittgenstein, Soest oder auch Lippe seien die Probleme ähnlich stark, wie im Münsterland. Das berichtet der Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Im Kreis Siegen-Wittgenstein beispielsweise sind in mehr als Zweidrittel der Jagdreviere die nachwachsenden Bäume in Gänze gefährdet.
Jäger sehen sich nicht allein in der Pflicht
Jagdbehörden reagieren
Die Abschusspläne für Damwild werden jedes Jahr neu festgelegt. Unter anderem der Kreis Steinfurt hat schon reagiert und die Zahl der Tiere erhöht, die erlegt werden sollen. Umsetzen müssen es die vielen verschiedenen Jagdpächter. Ein einheitliches Vorgehen gibt es nicht.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- Regionalforstamt Münsterland
- Landesbetrieb Wald und Holz NRW
- RVR Ruhr Grün
- Kreis Steinfurt
- Kreisjägerschaft Coesfeld
- NABU im Kreis Coesfeld