Archäologische Ausgrabungsstelle in Bielefeld beraubt
Lokalzeit OWL. 17.10.2025. 02:27 Min.. Verfügbar bis 17.10.2027. WDR. Von Stefan Ducksch.
Auf dem Gelände, wo derzeit im Auftrag des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) gegraben wird, entdeckten Archäologen am Montag mehrere frische Löcher unter den Abdeckplanen. Offenbar haben die Täter gezielt Fundstellen aufgebrochen und dabei Metallteile sowie Keramikscherben gestohlen.
In Bielefeld-Sieker graben Forscher an einem der größten germanischen Siedlungsorte Westfalens
Die Fundstelle gilt als eine der größten germanischen Siedlungen der römischen Kaiserzeit in Westfalen. Schon im August wurden dort Funde gestohlen.
Wissenschaftlicher Schaden nach Raubgrabung
LWL-Direktor Prof. Michael M. Rind spricht von einem großen Verlust für die Wissenschaft: Durch die illegalen Grabungen seien wertvolle Funde aus ihrem Zusammenhang gerissen und wissenschaftliche Erkenntnisse zerstört worden.
Stadt und LWL wollen die Grabungsstelle besser sichern
Das Grabungsgelände soll besser geschützt werden
Die Stadt Bielefeld und der LWL wollen das Gelände nun besser sichern und bitten Bürgerinnen und Bürger, verdächtige Personen auf dem Grabungsgelände umgehend der Polizei zu melden.
Unsere Quellen:
- Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)