Straßenwärter:innen werden in Hemer geschult
Lokalzeit Südwestfalen. 23.09.2025. 01:14 Min.. Verfügbar bis 23.09.2027. WDR. Von Franziska Reinl.
Menschen aus Fahrzeugen retten, Brände löschen, Ladung sichern - die Straßenwärterinnen und Straßenwärtern in Südwestfalen stehen jeden Tag vor neuen Herausforderungen. Um für den Alltag gewappnet zu sein, nehmen sie regelmäßig an Schulungen teil.
Heute sind dafür etwa 130 Straßenwärterinnen und Straßenwärter aus ganz Südwestfalen zum Fahrsicherheitsgelände in Hemer gekommen. Jede Straßenmeisterei ist mit etwa 16 Straßenwärtern und zwei Meisterleitungen vor Ort.
Übungsstationen für Straßenwärter
So vielfältig wie die Herausforderungen im Alltag sind auch die Übungsstationen, die auf dem Gelände in Hemer aufgebaut wurden.
Die Menschenrettung gehört auch zu den Aufgaben des Straßenwärters.
Insgesamt acht Stationen muss jedes Team durchlaufen. Unter anderem müssen sie Menschen aus einem Auto befreien, einen Fettbrand löschen und auf nasser Fahrbahn eine Gefahrenbremsung durchführen.
Es gibt aber nicht nur Action. An einigen Stationen ist auch die Koordination der Straßenwärterinnen und Straßenwärter gefragt.
Es kann auch dazu kommen, dass die Straßenwärter Brände löschen müssen.
Beim Life-Kinetik müssen sie zum Beispiel Übungen mit Bällen absolvieren und das Gleichgewicht halten. Bei einer weiteren Station lernen die Teilnehmer alles rund um ihre Rückengesundheit. Denn auch die Gesundheit aller Mitarbeiter spielt eine wichtige Rolle, betont Julia Pant von Straßen NRW.
Erste Schulung nach längerer Pause
Ursprünglich war angedacht, dass solche Schulungen in regelmäßigen Abständen stattfinden, alle drei Jahre beispielsweise. Durch die Corona-Pandemie gab es jetzt aber eine längere Pause. Die Straßenwärter freuen sich, dass es jetzt wieder geht, beobachtet Julia Pant: "Es ist einfach schön, mal etwas anderes zu sehen und auch die ganzen Kollegen der anderen Meistereien kennenzulernen."
Und vor allem können sich die Teams ausprobieren. Daran hat auch Anna Giertz von der Straßenmeisterei Schwelm große Freude. Sie ist bisher noch eine von wenigen Frauen, die diesen Beruf für sich entdeckt haben.
Für sie ist es aber ein Traumberuf: "Ich liebe meinen Job. Man ist viel unterwegs und viel draußen. Und mit dem Team hat man immer viel Spaß."
Unserer Quellen:
- Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
- Straßen NRW