Bonner Lehrer zu Haftstrafe verurteilt

Bildquelle: WDR / Christoph Hensgen

00:22 Min. Verfügbar bis 02.06.2028

Sexueller Missbrauch an Kind Bonner Lehrer zu Haftstrafe verurteilt

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Das Bonner Landgericht hat am Nachmittag einen Assistenzlehrer zu dreieinhalb Jahren Haft wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes verurteilt. Der 36-Jährige hatte gestanden eine 13-jährige Schülerin sexuell missbraucht zu haben.

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Christoph Hensgen

Der Angeklagte war an einer Bonner Privatschule als Nachhilfelehrer tätig. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe im vergangenen Oktober hatte ihn der Direktor der Schule bei der Polizei angezeigt.

Vor dem Geständnis am ersten Tag des Strafprozesses hatten Staatsanwaltschaft, Gericht und Nebenklage dem Beschuldigten bei einem Geständnis in Aussicht gestellt, dass der Strafrahmen drei Jahre und acht Monate nicht überschreiten würde.

Lehrer hatte für Treffen Hotelzimmer gebucht

Der Lehrer hatte sich der 13 Jahre alten Schülerin genähert und das Mädchen in drei Fällen sexuell missbraucht haben. In einem Fall, so die Anklage, sei es in einem Hotelzimmer auch zum Geschlechtsverkehr gekommen.

Ermittler des auf Sexualstraftaten spezialisierten Kriminalkommissariats waren vergangenen Oktober nach Anzeige des Schulrektors tätig geworden. Eine Woche nach der Strafanzeige nahmen sie den Beschuldigten zu Hause fest und durchsuchten seine Wohnung. Ein Richter schickte den heute 36-Jährigen anschließend in Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr.

Wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft

Zum einen war der Assistenzlehrer noch am Tag der Anzeigenerstattung von seinem Dienst suspendiert worden. Zum anderen stammt er aus dem englischsprachigen Ausland und hat keinen deutschen Pass. Strafrechtlich war der Beschuldigte laut Polizei bislang nicht in Erscheinung getreten.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte der Direktor Schülerinnen, Schüler sowie Eltern über den Vorfall informiert. Aufgrund des laufenden Strafverfahrens wollte sich die Schule gegenüber dem WDR nicht weiter äußern.

Schülerin muss nicht vor Gericht aussagen

Er bereue die Taten zutiefst und entschuldige sich für sein Handeln, hatte der Assistenzlehrer im Prozess ausgesagt. Durch das umfassende Geständnis des Angeklagten war der Schülerin eine Aussage vor Gericht erspart geblieben. Die Richter hatten sich die auf Video aufgezeichnete Vernehmung durch Polizisten im Verfahren angesehen.

Bonner Lehrer zu Haftstrafe verurteilt

WDR 02.06.2026 00:18 Min. Verfügbar bis 02.06.2028

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Unsere Quellen:

  • Landgericht Bonn
  • Polizei Bonn

Sendung: WDR 2 Rheinland, Lokalzeit, 02.06.2026, 16:30 Uhr.

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