Pilot stirbt - Tochter überlebt schwer verletzt
Bildquelle: dpa / Benjamin WesthoffDas Flugzeug war im März 2025 trotz besten Flugwetters kurz nach dem Start abgestürzt und in Brand geraten. Der Berufspilot, der an dem Tag privat mit seiner Tochter unterwegs war, kam dabei ums Leben. Seine sechsjährige Tochter konnte das brennende Flugzeug schwerverletzt verlassen.
Höchstwahrscheinlich war der Ausfall der Kraftstoffpumpe die Ursache für den Absturz, erklärt nun die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in ihrem Bericht. Dadurch habe der Motor nicht genug Sprit erhalten.
Motorleistung zu gering geblieben
Um dem entgegenzusteuern schaltete der Pilot die Zusatzpumpe auf "HI" (High), wie es auch im Handbuch stehe. Dies führte dazu, dass der Motor zu viel Kraftstoff bekam, so die BFU. Daraufhin sei der Motor ins Stottern gerade und es sei eine schwarze Rauchwolke entstanden, die am Himmel auch zu sehen war. Die Motorleistung sei zu gering geblieben und die Maschine stürzte ab.
Flugzeugabsturz in Hangelar: Absturzursache offenbar geklärt
WDR. 31 Sek.. Verfügbar bis 13.05.2028.
Untersuchung: Antriebswelle gebrochen
Die BFU-Untersuchung des Flugzeugs ergab, dass von der Kraftstoffpumpe die Antriebswelle abgerissen war. Die Bundesstelle vermutet, dass sich Rost in der Pumpe gebildet hatte, da das Flugzeug im Winter wochenlang stillstand. Das führte wohl dazu, dass die Pumpe blockierte und die Antriebswelle kurz nach dem Start brach.
Mehrere Faktoren für Absturz
Der Pilot hatte wenig Zeit zu reagieren, bis das Flugzeug aufprallte. Eine Notlandung wurde nicht eingeleitet. Die BFU schätzt die Erfahrung des Piloten als gut ein, seinen Trainingsstand zum Zeitpunkt des Unfalls aber als gering. "Dies hat möglicherweise in der Situation der Triebwerksstörung, die mit einer sehr hohen Arbeitsbelastung einherging, zum Unfall beigetragen", heißt es nun in dem Bericht.
Unsere Quellen:
- Abschlussbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung
- Germout Freitag, Pressesprecher BFU
Sendung: WDR.de, Absturzursache offenbar geklärt, 12.05.2026, 10:14 Uhr

