Anwohner wehren sich gegen Deponie in Hennef

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WDR 3 Min. 22 Sek. Verfügbar bis 10.09.2028

Deponie-Pläne in Hennef Warum sich ein kleines Dorf große Sorgen macht

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Schon lange gibt es Pläne, im Rhein-Sieg-Kreis eine neue Deponie für Bauschutt und Erde zu errichten. Doch nie waren die Pläne so konkret wie heute. Eine Tochterfirma der RSAG will die in Hennef-Meisenbach errichten. Stadt und Bürgerinitiative sind dagegen.

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Josef Kaiser

"Das ist so ein liebens- und lebenswerter Ort“, sagt Birgit Boddenberg, die sich in der Bürgerinitiative Meisenbach engagiert. Wegen der Natur seien sie und ihre Familie vor mehr als 25 Jahren hierhin gezogen. "Es wäre eine Schande, wenn das zerstört wird."

Rhein-Sieg-Kreis: Auswirkungen auf Umwelt minimal

So fühlen viele, die sich an diesem Tag rund um das Drei-Herrenstein-Denkmal versammelt haben. "Stoppt die Deponie" steht auf den Plakaten, die sie mitgebracht haben. Gleich nebenan soll auf sechseinhalb Hektar eine Deponie für Bauschutt und Erdreich entstehen. Für die Menschen aus dem kleinen Ort kaum vorstellbar.

Doch laut Rhein-Sieg-Kreis gibt es keine andere Fläche, die ähnlich gut geeignet wäre. Außerdem gehe es bei dem Projekt um eine Deponie der so genannten DK0-Kategorie, da sei die Umweltbelastung minimal. "DK0 ist die niedrigste Deponiestufe", erklärt Tim Hahlen, der Umweltdezernent des Rhein-Sieg-Kreises. Auf die Deponie kämen nur "schwach belasteter Erdaushub und mineralischer Bauschutt."

Anwohner haben Sorge vor illegalen Abfällen

Zaun an dem ein kleines Poster befestigt ist, auf diesem steht: u.a. "Stoppt die Errichtung der Meisenbachdeponie"

An vielen Gartenzäunen im Dorf hängen Protestbilder und Plakate

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Doch die Menschen in Hennef-Meisenbach trauen diesen Angaben nicht. "Wir haben von anderen Bauschutt-Deponien gehört, auf denen schon ganz andere Sachen gelandet sind", berichtet Anwohnerin Petra Siebarth. Eigentümer der neuen Deponie wäre die Rhein-Sieg Erdendeponiebetriebe GmbH (RSEB), eine Tochter der Rhein-Sieg-Abfallbeseitigungsgesellschaft. Die betreibt bereits die Deponie in Hennef-Petershohn. Doch die ist so gut wie voll.

Stadt Hennef lehnt Änderung des Regionalplans ab

Um in Meisenbach eine Deponie zu errichten, müsste allerdings der sogenannte Regionalplan geändert werden. Bislang wird die Fläche darin als "Bereich für den Schutz der Landschaft und landschaftsorientierten Erholung" ausgewiesen. Das soll auf Antrag der RSEB geändert werden.

große grüne Feldfläche

Auf dieser Fläche soll eine Bauschutt- und Erddeponie errichtet werden

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Künftig soll die Fläche nach diesen Plänen dann als "Bereich für Aufschüttungen und Ablagerungen" gelten. Eine Änderung, die die Stadt Hennef ablehnt. Sie teilt die Bedenken der Bürgerinitiative.

Die finale Entscheidung trifft der Regionalrat

Über die Änderung entscheidet letzlich der Regionalrat als politisches Gremium der Bezirksregierung. Dazu schreibt die Kölner Bezirksregierung: "Eine Regionalplanänderung wird ergebnisoffen geführt, zum Feststellungsbeschluss werden alle vorliegenden Stellungnahmen und die darin formulierten privaten und öffentlichen Belange gegeneinander und untereinander abgewägt."

Ihre Bedenken hat die Bürgerinitiative Meisenbach bereits eingereicht. Die Frist dafür läuft morgen, 11. September, ab. Mit einer Entscheidung des Regionalrats rechnet der Rhein-Sieg-Kreis bis Ende des Jahres.                         

Anwohner wehren sich gegen Deponie in Hennef

WDR 10.09.2026 39 Sek. Verfügbar bis 09.09.2028

Unsere Quellen:

  • Bürgerinitiative Meisenbach
  • Bezirksregierung Köln
  • Stadt Hennef
  • Rhein-Sieg-Kreis

Sendung: WDR.de, Anwohner wehren sich gegen Deponie in Hennef, 10.09.2026, 8:05 Uhr

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