Brückenschäden: Stadt Dortmund setzt Sensoren zur Früherkennung ein
Bildquelle: WDR/Matthias WagnerLokalzeit aus Dortmund. 30.06.2025. 02:27 Min.. Verfügbar bis 30.06.2027. WDR. Von Matthias Wagner.
Brückenschäden: Stadt Dortmund setzt Sensoren zur Früherkennung ein
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Die Stadt Dortmund will Brückensperrungen vermeiden - und Schäden frühzeitig erkennen. Deshalb setzt sie jetzt auf elektronische Sensoren, die die Belastung der Brücken messen. Das Tiefbauamt kann die Daten in Echtzeit auslesen.
Die Geräte an der neuen Brücke in Dortmund sehen unspektakulär aus - aber sie sollen der Stadt wertvolle Daten liefern. Wie dehnt sich die Brücke bei welchen Temperaturen aus? Wie stark sind die Vibrationen durch den Staßenverkehr auf der Brücke? Wo entstehen Spannungen?
Das alles können die Sensoren messen. Sie können sogar drohende Risse im Beton erkennen, die man an der Oberfläche noch gar nicht sieht.
Der Brücke beim Altern zusehen
Die Brücke, an der die Messgeräte am Montag angebracht wurden, wurde erst vor einem Jahr gebaut. Die Sensoren können hier also fast von Stunde null an alles aufzeichnen - und über ein so genanntes Gateway an das Tiefbauamt übermitteln. So können die Ingenieure sozusagen live beim Altern der Brücke zusehen. Das, was sie dabei lernen, können sie möglicherweise auch auf die bestehenden Brücken anwenden.
Bei den Bestandsbrücken haben wir immer das Problem, dass wir keine Daten aus der Bauzeit haben. Wenn alles gut geht, können wir mit den Daten der neuen Brücke Rückschlüsse auf die älteren Brücken ziehen. Christian Heck
Tiefbauamt der Stadt Dortmund
Sensoren ermöglichen Präzisionsmessungen
Die Sensorenteile sind unter der Brücke am Beton befestigt.
Bildquelle: WDR/Matthias WagnerDie verbauten Sensoren messen die Temperatur in der Brücke und an der Oberfläche, die Vibrationen, die Längenausdehnung und auch feinste Neigungen – wie eine supergenaue Wasserwaage.
Der Sensor würde zum Beispiel erkennen, wenn sich die Brücke an einer Seite nur um die Dicke eines Blattes Papier anheben oder senken würde.
Genaue Datenanalyse steht noch aus
Der Einbau der Sensoren unter der Brücke.
Bildquelle: WDR/Matthias WagnerAn einer Brücke unterhalb der Bundesstraße 1 wurden solche Sensoren schon vor einiger Zeit verbaut. Sie haben bereits interessante Erkenntnisse geliefert. Zum Beispiel, dass große Temperaturunterschiede der Brücke wahrscheinlich mehr zusetzen als große Lasten. Allerdings sind noch nicht alle Daten ausgewertet.
Die neuen Sensoren ermöglichen es der Stadt Dortmund bereits jetzt, kritische Veränderungen an den Bauwerken frühzeitig zu erkennen - und zu reagieren.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter vor Ort
- Gespräch mit Christian Heck, Tiefbauamt der Stadt Dortmund