Teile des Falck-Teams auf Wache 3 in Duisburg sollen Patienten fotografiert, verhöhnt und möglicherweise sogar gefährdet haben. Diese Vorwürfe werden aus dem Kollegenkreis erhoben. Falck betont: Das Unternehmen nehme sie ernst und arbeite an der Aufklärung - doch die Stadt Duisburg hatte im WDR kritisiert, dass ihr die bisherigen Schritte nicht ausreichen.
Die Fraktion der "Grünen" hatte die WDR-Recherche nun auf die Tagesordnung im Stadtrat gesetzt. Sie wollte von der Verwaltung wissen, welche Meldungen zu den Vorfällen bei ihr eingegangen sind. Und auch, ob die Stadt als Konsequenz auf die Vorwürfe "Änderungen der Zusammenarbeit mit Falck" plane. Ganz konkret fragte die Fraktion: "Welche Kosten wären mit einer Kündigung des Vertrags verbunden?"
Letzter Tagesordnungspunkt
Gesprochen wurde darüber im Rat der Stadt Duisburg am Donnerstag, 2. Juli, gegen Ende der Sitzung. Stadtdirektor Martin Murrack, SPD, der für die Rettungsdienste zuständig ist, hatte bereits vorher im WDR betont: Er fordere eine vollständige und klar dokumentierte Aufklärung der Vorwürfe.
Schriftlich hatte die Stadt eine klare Warnung an den privaten Rettungsdienst Falck formuliert, der auf Wache 3 zwei Rettungswagen betreibt:
"Kann ein Unternehmen nicht sicherstellen, dass seine Mitarbeitenden die klar auf der Hand liegenden Regeln von Professionalität und Respekt gegenüber Patienten einhalten, kann es zukünftig kein Partner für die Stadt Duisburg im Rettungsdienst sein." Stadt Duisburg
Falck hat eine externe Anwaltskanzlei beauftragt
Falck verweist darauf, dass das Unternehmen eine externe Anwaltskanzlei mit einer "umfassenden Compliance-Untersuchung" beauftragt habe. Ein Mitarbeiter wurde vorige Woche entlassen, auch habe das Unternehmen mittlerweile Strafanzeige erstattet.
Unsere Quellen:
- Ratsinformationssystem der Stadt Duisburg
- Eigene Recherche
Sendung: WDR.de, Duisburger Stadtrat befasst sich mit Vorwürfen gegen Rettungsdienst, 01.07.2026, 14:26 Uhr
