Wie ist der Rettungsdienst aufgebaut?

02:10 Min. Verfügbar bis 29.06.2028

Nach Vorwürfen gegen privaten Rettungsdienst Wer fährt Notfalleinsätze?

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Wie ist der Rettungsdienst aufgebaut? Warum geht es nicht ohne private Unternehmen? Und welche Qualifikation brauchen die Teams?

Wenn man die 112 wählt, ist man in Not und braucht schnell Hilfe. Dann kommt der Rettungswagen. Und dabei denken viele zuerst an die Feuerwehr oder Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Aber der Rettungsdienst ist viel breiter aufgestellt.

Warum fahren auch Privat-Unternehmen Rettungswagen?

Ein Mann in Anzug steht lächelnd am Hafenbecken des Innenhafens in Duisburg

Martin Murrack, Stadtdirektor der Stadt Duisburg

Zuverlässig schnelle Hilfe im Notfall - das ist eine riesige Aufgabe für die Städte und Kreise. Nur mit "eigenem" Personal schaffen das viele nicht. Deshalb müssen sie die Besetzung von Rettungswagen ausschreiben.

"Wir haben, wie viele andere Städte auch, vor einigen Jahren damit angefangen, auch sogenannte Leistungserbringer zu beauftragen, eben weil wir eine Zeit lang nicht genügend eigene Kolleginnen und Kollegen hatten, die den Rettungsdienst erbringen konnten." Martin Murrack, SPD, Stadtdirektor Duisburg

Wer fährt dann alles Notfalleinsätze?

Ein Mann mit Brille lächelt in die Kamera.

Marc Dietrich, DRK-Kreisverband Neuss

Oft sind das sehr breit aufgestellte Teams. Auch auf einzelnen Wachen sind unterschiedliche Anbieter im Einsatz. "In großen Städten fahren alle Hilfsorganisationen, also die Bekannten und die Feuerwehren und natürlich auch private Anbieter.", sagt Marc Dietrich, Vorstandssprecher des DRK-Kreisverbands Neuss.

Gibt es dabei Qualitätsunterschiede?

Nein. Die Anforderungen für Besatzungen von Rettungswagen sind gleich - egal ob die Feuerwehr kommt, oder ein privates Unternehmen. An Bord muss ein Einsatzleiter sein, in der Regel ein Notfallsanitäter oder eine Notfallsanitäterin. Sie betreuen die Patienten. Dazu kommt der Fahrer bzw. die Fahrerin - mindestens ausgebildete Rettungssanitäter. Patienten merken im Normalfall gar nicht, ob ihnen von der Feuerwehr oder einem Unternehmen geholfen wird.

Beziehen sich die Vorwürfe auf den Rettungsdienst allgemein?

Nein. In der aktuellen Berichterstattung geht es ausschließlich um Vorwürfe gegen einige Teammitglieder eines Unternehmens auf einer Wache.

"Ich glaube, dass wir wirklich viele Kolleginnen und Kollegen haben, die tagein, tagaus einen hervorragenden Job machen. Der Großteil der Einsätze läuft wirklich hervorragend!" Martin Murrack, SPD, Stadtdirektor Duisburg

Unsere Quellen:

  • Gespräch mit Martin Murrack, SPD, Stadtdirektor Duisburg
  • Gespräch mit Marc Dietrich, Vorstandssprecher DRK-Kreisverband Neuss e.V.
  • Gesetzliche Grundlage für den Rettungsdienst
  • Antwort des NRW-Gesundheitsministeriums auf unsere Anfrage

Sendung: WDR.de, Wie ist der Rettungsdienst aufgebaut?, 29.06.2026, 16:30 Uhr

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