Riesige Videowand in Duisburger Hafengebiet in Arbeit

WDR 02:39 Min. Verfügbar bis 21.07.2028

Umstrittene Logistikhalle Kann eine große Videowand den "Schandfleck" in Duisburg retten?

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Seit ein paar Tagen wird an ihr gewerkelt - eine 200 Quadratmeter große Videowand an der umstrittenen Logistikhalle II auf der Mercatorinsel. Umstritten, weil sie den Menschen die Sicht auf eine beliebte Landmarke verwehrt: Das Rheinorange an der Mündung von der Ruhr in den Rhein. Ob die Videowand für Versöhnung sorgt?

Die tennisplatzgroße Videowand könnte vielleicht ein Trost sein. Die Duisburger Hafen AG will dort historische Aufnahmen vom Hafen zeigen. Diese stammen vom Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, dem eigenen Archiv der Hafen AG und von Privatleuten. Wer tolle Aufnahmen besitzt, kann sich beim Hafen melden.

Historische Aufnahmen sollen Bedeutung des Duisburger Hafens zeigen

Früher wurde auf der Mercatorinsel besonders viel Erz umgeschlagen. Zur Zeit der boomenden Stahlindustrie war sie als "Erzinsel" bekannt. Heute verkehren hauptsächlich Container mit Sachgütern durch den größten Binnenhafen Europas.

Viele Reaktionen auf Social Media: "Laufen da auch Kinofilme?"

Auf Facebook und Instagram sind die ersten Reaktionen positiv: "Ne gute idee, schließlich hat die hässliche Halle den Hafenmund ziemlich entstellt 😢,". Viele finden die Idee super - vor allem, wenn ein Foto vom Rheinorange dabei wäre. "Das würde mich trösten, ein ganz kleines bisschen."

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Über den Zeitpunkt ließe sich allerdings streiten: "Warum erst jetzt? [...] Hätte man direkt die Fußball WM da übertragen können," kommentiert ein Nutzer auf Facebook. Ob dort auch Kinofilme laufen würden, fragen sich andere. Das sei aber nicht geplant, schreibt die Duisburger Hafen AG. Wenn überhaupt, nur Stummfilme.

Kritik am Gebäude

Der Bau der Logistikhalle II wird seit Jahren von Anwohnern kritisiert. Nicht nur, weil er den Blick auf das "Rheinorange" versperrt, sondern weil einige Aktivisten Auswirkungen auf das Klima im Stadtteil befürchten. Außerdem zweifeln sie daran, dass die Halle wirklich bis zu 400 neue Arbeitsplätze schaffe, wie die Duisburger Hafen AG hofft.

Blick auf das Panorama von Duisburg Ruhrort, in der Mitte ragt eine riesige orange Stahlplatte in den Himmel

Skulptur Rheinorange in Duisburg Ruhrort

Mieter für Logistikhalle II noch unklar

In Zukunft soll nicht nur auf der Videowand was passieren, sondern auch in der Halle. Die Arbeiten an der Halle sollen voraussichtlich bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Wer dann einzieht, ist noch nicht bekannt. Laufende Gespräche mit Interessenten seien aber vielversprechend, so die Duisburger Hafen AG.

Auf der Videowand sollen pünktlich zum Ruhrorter Hafenfest am 21. August die ersten Bilder flimmern.

Kann eine große Videowand den "Schandfleck" auf Mercatorinsel retten?

WDR 21.07.2026 00:46 Min. Verfügbar bis 20.07.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Pressemitteilung der Duisburger Hafen AG
  • Social Media Kanäle von duisport - Der Duisburger Hafen
  • Gespräche der WDR-Reporterin mit Ruhrortern

Sendung: WDR.de, Kann eine große Videowand den "Schandfleck" auf Mercatorinsel retten?, 21.07.2026, 10:00 Uhr

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