Die Polizisten Stefan Drechsler und Julian Korf waren die Ansprechpartner an den Schulen.
Gewalt an Schulen : Erfolgreiches Projekt der Duisburger Polizei
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Unterrichtseinheiten zum Thema Gewalt und Schulhofgespräche - in diesem Schuljahr waren Duisburger Polizisten Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler. Heute ist die Abschlussveranstaltung im NRW-Schulministerium. Die Beteiligten ziehen eine positive Bilanz.
Abklatschen mit "High Five" – so wurden die Polizisten nach ein paar Monaten teilweise begrüßt. Ab dem Herbst standen sie ein Mal die Woche in den Pausen auf den Schulhöfen der Gesamtschule Meiderich und des Max-Planck-Gymnasiums. Nicht zur Kontrolle, sondern ganz zwanglos, als Gesprächspartner besonders für Siebtklässler, an die sich das Projekt richtet.
Zuerst waren die Schülerinnen und Schüler skeptisch und zurückhaltend. Aber schon nach drei Wochen waren die Berührungsängste kleiner geworden, sagt die Polizei. Als das Vertrauen einmal da war, haben die Jugendlichen auch eigene Themen angesprochen. Kurz vor Silvester ging es zum Beispiel darum, was beim Böllern erlaubt ist und was nicht. Aber auch für den dienstlichen Alltag haben sich die Schülerinnen und Schüler interessiert und dafür, was man als Polizist verdient.
Auch Mobbing ist Gewalt
Im zweiten Schulhalbjahr gab es Unterrichtseinheiten zur Gewaltprävention, geleitet von einer Lehrkraft zusammen mit einem Polizisten. Da wurde unter anderem vermittelt: Gewalt ist nicht immer körperlich. Eine gebrochene Nase ist manchmal schneller verheilt als beispielsweise die Folgen von Mobbing. Aber es ging auch darum, wie Schülerinnen und Schüler sich selbst vor Gewalt schützen können - ohne sich zu bewaffnen.
Auf dem Schulhof haben die Bezirkspolizisten Vertrauen zu den Jugendlichen aufgebaut.
Für das Max-Planck-Gymnasium war das Projekt ein Erfolg. Besonders gut angekommen ist, dass die Polizisten darüber aufgeklärt haben, was alles eine Straftat ist - obwohl es vielleicht für manche Jugendliche zum ganz normalen Schulalltag gehört. Zum Beispiel Sachbeschädigung, Beleidigung oder unerlaubte Fotoaufnahmen. Dabei wurde auch klar gemacht, welche Strafen nach dem Jugendstrafrecht drohen könnten.
Schon früh verhindern, dass Jugendliche später gewalttätig werden
Nach diesem Schuljahr geht das Projekt "miteinander.stark.sicher" in Duisburg und den anderen teilnehmenden Schulen zuende. In ganz NRW waren 20 Schulen dabei - in Duisburg wurden zwei Schulen ausgewählt.
Ziel des landesweiten Pilotprojekts ist es, Gewalt an Schulen vorzubeugen. Dafür wird schon bei den Siebtklässlern angesetzt. Laut NRW-Schulministerum zeigen Kriminalitätsstatistiken, dass in der Regel erst ältere Jugendliche gewalttätig werden.
Unsere Quellen:
- Polizei Duisburg
- Max-Planck-Gymnasium Duisburg
- NRW-Schulministerium
Sendung: wdr.de, Gewaltpräventionsprojekt in Duisburg geht zuende, 10.07.2026, 12:31 Uhr