Prozessauftakt bei mutmaßlichem Femizid in Oberhausen
Bildquelle: WDR/Julian SchildheuerWDR. 43 Sek.. Verfügbar bis 23.09.2028.
Der Angeklagte soll seine langjährige Lebensgefährtin im Februar dieses Jahres mit mehreren Messerstichen getötet haben. Die Anklage geht dabei von Heimtücke und niedrigen Beweggründen aus.
Die Tat hatte sich am 20. Februar in der Wohnung der Frau in Oberhausen ereignet. Zuvor hatte das Paar mehrere Jahre zusammengelebt, soll zum Tatzeitpunkt aber bereits seit etwa einem Monat getrennt gewesen sein. Laut Anklage trafen sich beide an diesem Tag, um ihre Beziehungssituation zu besprechen.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, gegen 16 Uhr in der Küche des Opfers ein Küchenmesser mit einer Klinge von rund 19 Zentimetern ergriffen und mindestens siebenmal auf die Frau eingestochen zu haben. Die Frau erlag noch am Tatort ihren Verletzungen. Der Tatverdächtige sitzt seit Ende Februar in Untersuchungshaft in Hamborn.
Tatverdächtiger könne sich nicht erinnern
Am ersten Prozesstag wurde zunächst die Anklage verlesen. Anschließend las der Anwalt des Angeklagten ein Statement vor. Darin stritt er ab, vorab geplant zu haben, seine Partnerin im Falle einer endgültigen Trennung zu töten. An die Tat selbst habe er keine Erinnerung mehr.
Für das Verfahren sind zunächst sieben Verhandlungstage angesetzt. Auch Kinder des früheren Paares treten als Nebenkläger auf. Ein Urteil wird Anfang November erwartet.
Unsere Quellen:
- Landgericht Duisburg
- Reporter im Gericht
Sendung: WDR.de,Mutmaßlicher Mord wird im Landgericht in Duisburg verhandelt, 23.09.2026, 09:37 Uhr