Duisburg: Pop-Up-Stores sollen Leerstand mindern
WDR. 03:15 Min.. Verfügbar bis 25.06.2028.
Drei schwarze Streifen rollen sich zu der Nummer acht zusammen. Darüber steht auf weißem Untergrund der Name "Frings". Von der anderen Seite sind unter den Achseln des Trikots schwarze, rote und goldene Farbelemente zu sehen.
Der Trikot-Pop-Up-Store in der Duisburger Innenstadt
Es ist das Trikot der Deutschen Nationalmannschaft von der Heim-Weltmeisterschaft 2006. Nostalgie pur! Und es hängt im Gebäude einer ehemaligen Parfümerie-Kette in der Duisburger Innenstadt.
Trikot-Pop-Up-Store bleibt bis zum Ende der Weltmeisterschaft
Es ist ein Pop-Up-Store für alte Fußballtrikots. Von Spielern selbst getragen oder Trikots für Fans. Von Nationalmannschaften und unterschiedlichen Vereinen. Erik Rien betreibt das Geschäft: "Ich bin auf die Duisburger Wirtschaftsförderung zugegangen, weil ich diese Idee relativ spontan umsetzen wollte. Mit dem Vermieter haben wir gemeinsam einen attraktiven Mietpreis gefunden."
Erik Rien betreibt einen Pop-Up-Store für alte Fußballtrikots.
Nur so lohnt sich das Geschäft überhaupt. Erik Rien öffnet nur drei Tage in der Woche. Er hat noch einen anderen Job. Das Geschäft liefe aber gut, sodass er sich entschlossen habe, den eigentlich endenden Mietvertrag bis zum Ende der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zu verlängern.
Eine Strategie der Wirtschaftsförderung
Konzepte, wie das von Erik Rien, sind für die Duisburger Wirtschaftsförderung attraktiv. Sie würden die Innenstadt beleben, auch wenn das nur kurzfristige Konzepte sind. Einzelhändlern sollen die Vorteile eines physischen Geschäfts so nähergebracht werden.
Auch die Entengalerie ein paar Meter weiter hat diesen Test gewagt. Allerdings für insgesamt zwei Jahre. Eine Mietförderung von Stadt und Land ermöglichte das. So zahlte Inhaber Fabian Zehkorn nur 20 Prozent der eigentlichen Miete. Er zieht aber zum Jahresende aus.
Einzelhändler hoffen auf neue Kunden durch Pop-Up-Stores
Die Möglichkeiten der Pop-Up-Stores freuen auch die anderen Einzelhändler in der Duisburger Innenstadt. Susann Grothwinkel vom Modegeschäft Harders erklärt, dadurch würden neue Kunden in die Stadt kommen. "Es wird aber noch viel zu wenig gemacht. Pop-Up-Stores könnten auch für Künstler, für Lesungen oder für Cafés interessant sein." Denn alles was Leerstand auch nur kurzfristig verhindere, bringe neue Frequenz. Und in Sachen Leerstand müsse sich in Duisburg noch einiges tun.
Unsere Quellen:
- Duisburger Business und Innovation
- Gespräche mit Erik Rien, Susann Grothwinkel und Fabian Zehkorn
Sendung: WDR.de, Duisburg: Pop-Up-Stores sollen Leerstand mindern, 25.06.26, 6:00 Uhr
