Auf der Suche nach einem zweiten Verdächtigen

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WDR 2 Min. 26 Sek. Verfügbar bis 03.09.2028

Nach Schießerei in Duisburg-Hochfeld Verdächtiger noch auf der Flucht

Stand:

Eine Schießerei auf offener Straße - das beschäftigt Polizei und Anwohner in Duisburg-Hochfeld auch noch Tage nach der Tat.

Ladenbesitzer Mehmet Sönmez trägt ein schwarzes Shirt und hinter ihm hängt buntes Handyzubehör an der Wand.

Ladenbesitzer Mehmet Sönmez war Zeuge der Schießerei in Hochfeld.

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"Hier passiert immer was - ist wie Las Vegas", sagt Mehmet Sönmez. Er hat einen Laden in der Nähe des Tatorts - direkt gegenüber der Pauluskirche. So wurde er auch Zeuge der Schießerei. Zu sehen sind Einschusslöcher in Hausfassaden oder Schaufensterscheiben. Auch der stellvertretende Bezirksbürgermeister Joachim Schneider (CDU) ist bestürzt über die Tat. Er spricht sich für eine Videoüberwachung aus - und für mehr Polizeipräsenz in Hochfeld.

Verletzter Verdächtiger in U-Haft

Die Polizei ermittelt nun die genauen Hintergründe der Tat. Einen Tatverdächtigen, der bei der Schießerei selbst verletzt wurde, hat sie bereits festgenommen. Der 21-Jährige war zunächst mit Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht worden und sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Ermittelt wird gegen ihn wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag. Die Ermittler sicherten am Tatort außerdem eine Schusswaffe.

Suche nach zweitem Verdächtigen geht weiter

Zwei weiße Plakate mit rotem Rand und Zeugenaufrufen auf Deutsch und Türkisch

Mit Plakaten sucht die Polizei in Hochfeld nach Zeugen.

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Die Fahndung nach einem weiteren Verdächtigen läuft. Denn die Staatsanwaltschaft geht von mindestens zwei Tätern aus. Die Polizei prüft zum Beispiel mögliche Verbindungen in das Rocker- oder Clanmilieu. Und: Sie hängt in Hochfeld Plakate auf - mit Zeugenaufrufen auf Deutsch und Türkisch.

Handy-Videos gefragt

Wer die Tat beobachtet hat, soll sich umgehend bei der Polizei melden. Besonders hilfreich sind zum Beispiel Handyvideos, die das Geschehen zeigen. "Diese Videos sind für uns von erheblicher Bedeutung, weshalb wir ein Hinweisportal eingerichtet haben", sagt Staatsanwältin Jill McCullor. Die Ermittler haben also noch viel zu tun. In Hochfeld kehrt dagegen langsam der Alltag zurück.

Unsere Quellen:

  • Staatsanwaltschaft Duisburg
  • Polizei Duisburg
  • WDR-Gespräch mit Mehmet Sönmez, Ladenbesitzer und Zeuge
  • WDR-Gespräch mit Joachim Schneider (CDU), stellvertretender Bezirksbürgermeister
  • WDR-Gespräch mit Jill McCullor, Staatsanwaltschaft Duisburg
  • Beobachtungen des WDR-Reporters Lars Zamhöfer vor Ort

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Duisburg, 03.09.2026, 18:08 Uhr

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