Steinmeier wird mit seinem Stab vom 22. bis 24. September eine komplette Etage im Ruhr-Inn-Hotel belegen. Dort wurden einige Zimmer für den dreitägigen Aufenthalt zu Büros umgebaut, denn die Amtsgeschäfte des Bundespräsidenten werden während seines Besuchs von Hattingen aus geführt.
"Ortszeit" nennt der Bundespräsident seine Besuche in kleinen Städten des Landes. Er will dabei mit den Menschen vor Ort ins Gespräch kommen. Deshalb gibt es viele Termine, bei denen die Presse nicht zugelassen ist. In Nordrhein-Westfalen ist er jetzt zum zweiten Mal. Im März 2024 war er schon in Espelkamp.
Arbeit der Bürgermeisterin Grund für Besuch
Melanie Witte-Lonsing ist noch kein Jahr Bürgermeisterin in Hattingen. Und trotzdem hat die SPD-Politikerin schon bis nach Berlin Aufmerksamkeit erregt. Sie hatte im Wahlkampf ihr Projekt "1.000 Stunden im Ehrenamt" gestartet und dabei bewusst darauf verzichtet, ihr Engagement zu Presseterminen zu machen.
Melanie Witte-Lonsing, Bürgermeisterin von Hattingen, zum bevorstehenden Steinmeier-Besuch in Hattingen
52 Sek.. Verfügbar bis 24.08.2028.
Außerdem gehört Hattingen seit längerer Zeit zum Bündnis "Für die Würde unserer Städte", das sich für eine ausreichende Finanzierung der Kommunen einsetzt. Ein weiterer Grund für Frank-Walter Steinmeier, sich genauer über die Stadt an der Ruhr und ihre rund 53.000 Einwohner zu informieren.
"Wenn das Staatsoberhaupt kommt, ist das ein Grund, unheimlich stolz zu sein, dass er unsere Stadt ausgesucht hat." Melanie Witte-Lonsing (SPD), Bürgermeisterin Hattingen
Rudern und Kneipenquiz sollen Nähe schaffen
Der Bundespräsident hat im Ruhrgebiet einen vollen Terminkalender. Er wird mehrere Unternehmen besuchen und sich über die aktuelle Situation informieren. Im "Haus der Jugend" wird er gemeinsam mit Jugendlichen kochen, um so mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Auf der Ruhr wird er mit Mitgliedern des örtlichen Rudervereins im Boot sitzen. Geplant ist, den Bundespräsidenten ans Steuer zu lassen. Aber Vertraute gehen davon aus, dass er sich auch an den Riemen setzen und selbst rudern wird. Außerdem moderiert er abends ein Kneipenquiz.
Keine Vergnügungsreise
Daneben gibt es die normale Arbeit des Bundespräsidialamtes. Steinmeier und sein etwa 30-köpfiger Stab haben die Termine rund um die unaufschiebbaren Alltagsgeschäfte geplant. Eine Vergnügungsreise ins Ruhrgebiet soll es nicht werden.
Viele Termine finden bewusst unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. An dem Punkt ticken Bundespräsident und Bürgermeisterin gleich. Sie wollen nach eigener Aussage "echte Gespräche führen" und keine Inszenierungen.
Unsere Quellen:
- Gespräch mit Hattingens Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing
- Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
- Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes und der Stadt Hattingen
Sendung: WDR.de, Melanie Witte-Lonsing, Bürgermeisterin von Hattingen, zum bevorstehenden Steinmeier-Besuch in Hattingen, 07.09.2026, 14:05 Uhr
