Die Stadt Hagen hat gemeinsam mit der Feuerwehr, der Polizei, dem Jobcenter und dem Energieversorger Enervie insgesamt sieben Problemimmobilien im Stadtgebiet kontrolliert. In sechs Immobilien wurden dabei Probleme in den Wohnungen sowie allgemeine Missstände festgestellt. Die Kontrolle fand bereits am 6. Mai statt, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte.
Lange Mängelliste
Die Behörden haben unter anderem Schimmel gefunden, Klingel- und Briefkastenanlagen waren defekt, es gab kein Licht im Treppenhaus und Scheiben waren kaputt. In einer Küche waren die Küchengeräte über mehrere Verlängerungskabel miteinander verbunden. Die Kabel müssen jetzt ordnungsgemäß verlegt und gesichert werden.
In einem Badezimmer fehlte eine Möglichkeit zum Duschen oder Baden, in einer anderen Wohnung waren die Lichtschalter zugespachtelt. Außerdem gab es laut Stadt in vier der untersuchten Immobilien ein Problem mit Müll.
Mehr Menschen gemeldet als anwesend
In den Wohnungen sind laut Stadt insgesamt 145 Menschen gemeldet, knapp 100 konnten die Behörden antreffen. 20 Personen wurden von Amts wegen abgemeldet - das heißt, sie leben offenbar schon gar nicht mehr in den Wohnungen. Die restlichen Bewohner waren nicht da und sollen jetzt zum Bürgeramt kommen, damit dort die jeweiligen Meldeverhältnisse geklärt werden können.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung der Stadt Hagen
- Gespräch mit der Pressestelle der Stadt Hagen
Sendung: WDR 2 Ruhrgebiet, Lokalzeit, 13.05.2026, 12:31 Uhr
