Ein grüner Film, teils schaumig wirkendes Wasser, es riecht muffig. Das heiße Wetter hat der Stever in Haltern zugesetzt. Die Gelsenwasser AG überwacht das Gewässer und hat hier eine hohe Konzentration von Algen gemessen. Darunter auch giftige Blaualgen.
Kurzfristig hat die Stadt Haltern am See nun rund 20 Schilder rund um die Stever aufgestellt. Darauf warnt sie Hundehalter davor, ihre Tiere ins Wasser zu lassen. Für Menschen ist das Baden hier ohnehin verboten. Doch nicht jeder hält sich daran. Betroffen ist das Teilstück der Stever zwischen der Talsperre Hullern und dem Halterner Stausee.
Stever ist "Dauerpatient"
Schaum und Algen bilden einen Teppich auf dem Wasser
Das langsam fließende, relativ warme Gewässer ist in den vergangenen Jahren schon häufiger negativ aufgefallen. Hier gab es mehrere große Fischsterben. Schuld am Fischsterben waren meist rapide gesunkene Sauerstoffwerte. Vor allem nachts, wenn vor allem verrottende Pflanzen davon zehren.
Doch die Gelsenwasser AG gibt diesbezüglich Entwarnung: Aktuell seien die Werte in Ordnung. Den Fischen gehe es gut. Seit Jahren wird die Stever künstlich belüftet. Das hilft, das Wasser mit Sauerstoff anzureichern. Hierzu gibt es oberflächliche Belüfter, aber auch einen langen Belüftungsschlauch am Grund der Stever. Gegen die starke Algenblüte helfen diese Maßnahmen allerdings nicht.
Kanalwasser wird abgezweigt
Hier mündet die Stever in den Halterner Stausee.
Die Stadt Haltern am See und die Gelsenwasser AG wollen die Situation an der Stever nun intensiv im Auge behalten. Gegebenenfalls wollen sie über weitere Maßnahmen entscheiden. Der Fluss wird bereits mit Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal gestützt. Auch das soll die Wasserqualität verbessern.
Unsere Quellen:
- Gelsenwasser AG
- Stadt Haltern am See