Schon zum zweiten Mal kämpft Lehrerin Maria Fischer gegen den Krebs.
Bildquelle: privatDiagnose Krebs : Schule in Kamen kämpft um das Überleben ihrer Lehrerin
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Ein Gymnasium in Kamen kämpft um das Leben einer Lehrerin. Maria Fischer hat Leukämie und benötigt dringend eine Stammzellenspende. Schüler und Lehrer ihrer Schule werben gemeinsam dafür, dass sich viele Freiwillige bei einer Typisierungsaktion testen lassen.
Es war eine Schocknachricht für Maria Fischer. Vor gut zwei Jahren hat die Lehrerin erfahren, dass sie Leukämie hat. Schon wieder Krebs. Denn bereits 2011 hat sie eine Brustkrebs-Erkrankung überstanden. Eigentlich dachte sie, dass nach all den Jahren der Krebs endgültig besiegt sei - leider ein Trugschluss.
Anfangs sah es so aus, als sei die Chemotherapie ausreichend. Doch mittlerweile ist klar, dass nur eine Stammzellenspende ihr noch helfen kann. Judith Brinktrine ist ebenfalls Lehrerin an der Schule und mit Fischer seit vielen Jahren befreundet. "Es ist hart, weil ich es ja auch schonmal mit ihr mitgemacht habe. Und jetzt zu sehen, dass sie wieder krank ist, das ist schwer zu ertragen," erzählt Brinktrine.
Schule will gemeinsam helfen
Genau so geht es auch vielen ihrer Schülerinnen und Schüler. Die Nachricht war ein großer Schock, denn sie hängen an der Englisch- und Pädagogiklehrerin. So wie Leif Eickmann, dem seine Lehrerin sehr fehlt. "Sie ist ein sehr liebevoller Mensch, hatte immer ein offenes Ohr und bei Problemen konnte man immer zu ihr kommen," sagt der 14-Jährige. Darum unterstützen sie alle auch die Typisierungsaktion.
Stammzellenspender wird gesucht
Einen Spender zu finden, der perfekt passt, ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Je mehr sich aber testen lassen, umso größer ist die Chance, fündig zu werden. Darum rühren die Schülerinnen und Schüler die Werbetrommel, damit möglichst viele an der Typisierungsaktion des Gymnasiums teilnehmen.
Auch Noelia Telgmann und Hanna Knoblauch wollen ihrer Lehrerin helfen.
Bildquelle: WDR/Martin WilgerNoelia Telgmann und Hanna Knoblauch haben sich schon entschieden, mitzumachen. Obwohl die beiden auch ein bisschen Angst davor haben, wenn es am Ende wirklich passt. Denn dann werden Stammzellen entnommen. "Ja, das ist schon ein mulmiges Gefühl, aber wenn dadurch am Ende ein Leben gerettet wird, dann ist es das auf jeden Fall wert," gibt eine der Schülerinnen zu.
Perfektes Match ist schwer zu finden
Das große Problem: Wie findet sich der richtige Spender? Melike Erdogan arbeitet ehrenamtlich für die DKMS, eine gemeinnützige Organisation, die sich um die Registrierung von Stammzellspendern kümmert. Sie informiert heute an der Schule, wie eine Typisierung funktioniert und was passiert, wenn es am Ende wirklich passt. Ein Volltreffer ist selten, aber eben nicht unmöglich. "Die Genetik muss übereinstimmen und es gibt leider Millionen verschiedene Kombinationen. Darum suchen wir weltweit," erklärt Erdogan.
Am kommenden Dienstag, 12. Mai 2026, findet ein Elternsprechtag an der Schule statt. Diesen Tag will das Städtische Gymnasium Kamen nutzen, um auch möglichst viele Eltern von einer Registrierung zu überzeugen. In der Zeit von 12:30 bis 18:30 Uhr können aber auch alle anderen, die helfen möchten, in die Schule kommen und sich kostenfrei registrieren lassen. Spender kann jeder Erwachsene ab 18 Jahren sein, eine Registrierung ist schon mit 17 Jahren möglich.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter vor Ort
Sendung: WDR.de, Kamener Schule kämpft für krebskranke Lehrerin, 07.05.2026, 16:01 Uhr
