Wie frühere Mülldeponien im Ruhrgebiet zu Naherholungsgebieten werden
WDR. 03:17 Min.. Verfügbar bis 02.07.2028.
Das Naherholungsgebiet Hühnerheide in Oberhausen wurde 2004 auf einer ehemaligen Mülldeponie errichtet. Hier wurden jahrzehntelang unter anderem Bauschutt und anderer Abraum eingelagert. Jetzt sind an einigen Wegen Nachbesserungen nötig geworden.
Sicherheit der Besucher geht immer vor
"Da wir hier sehr steile Hanglangen und somit auch teilweise steile Wege haben, haben wir uns dazu entschieden, bestimmte Bereiche zu pflastern. So besteht zum Beispiel bei Starkregen nicht mehr die Gefahr, dass solche Wege unterspült werden und dadurch abrutschen können", erklärt Landschaftsarchitektin Frauke Ölsner von den Servicebetrieben Oberhausen.
Ein Bagger muss zuerst die Erde aus dem Weg räumen, um Platz für die Pflasterung zu schaffen.
Auf Mülldeponien, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs errichtet wurden, sind nicht selten auch Gefahrenstoffe wie Chemikalien gelagert worden. Auf der Oberhausener Hühnerheide dagegen nur Bauschutt und Abraum.
Regelmäßig wird der Zustand der Halden geprüft
Jede Kommune, wie in diesem Fall Oberhausen, arbeitet eng mit der jeweils zuständigen Bezirksregierung zusammen und gibt die Untersuchungsergebnisse weiter. So bleibt die Sicherheit gewährleistet und die Menschen können die Natur unbeschwert genießen.
Die Verantwortlichen für die Baumaßnahme, Frauke Ölsner und Markus Werntgen-Orman von der Stadt Oberhausen überwachen die Arbeiten.
Auch in anderen Städten des Ruhrgebiets gibt es inzwischen Naherholungsgebiete auf ehemaligen Mülldeponien. Der Angerpark in Duisburg zum Beispiel hat als Attraktion das begehbare Kunstwerk Tiger & Turtle. Der Deusenberg in Dortmund-Huckarde wird gerade für die IGA 2027 schön gemacht. Auch hier ist eine begehbare Anlage geplant.
"Die Anwohner hier in der Umgebung hatten früher eine Belastung durch den ständigen Lkw-Verkehr, jetzt haben sie hinter ihrem Haus einen Riesenwald. Was will man mehr?" Markus Werntgen-Orman, Bereichsleiter Umwelt Stadt Oberhausen
Die Arbeiten an der Hühnerheide in Oberhausen sollen bald abgeschlossen sein. Dann wird das Gebiet wieder komplett der Natur überlassen.
Quellen:
- Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort.
- WDR-Gespräch mit Markus Werntgen-Orman, Bereichsleiter Umwelt Stadt Oberhausen
- WDR-Gespräch mit Landschaftsarchitektin Frauke Ölsner von den Servicebetrieben Oberhausen
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Ruhr, 01.07.2026, 19:30 Uhr