Der Lkw des mutmaßlichen Täters wurde abgeschleppt
Bildquelle: WDR / Oliver KöhlerDas Wichtigste in Kürze
- Seit Samstag (05.09.2026) fahndet die Polizei öffentlich nach dem Tatverdächtigen
- Zwölf Sprengsätze in Sachsen gefunden
- Mutmaßliches Tatfahrzeug abgeschleppt
Der Tatverdächtige Daniel V. wurde mittlerweile festgenommen. Hier geht es zur aktuellen Lage.
Liveticker von Samstag, 05.09.2026, zum Nachlesen
18:14 Uhr: Polizei fahndet öffentlich nach dem Tatverdächtigen
Seit Samstagabend fahndet die Polizei öffentlich nach dem Tatverdächtigen Daniel V. und bittet um Hinweise zum Aufenthaltsort des 48-Jährigen und um solche, die zur Aufklärung der Sabotageakte beitragen können.
Hinweise können rund um die Uhr unter der Rufnummer 0331-505950 oder über das Hinweisportal der Polizei NRW unter nrw.hinweisportal.de weitergegeben werden.
Verdächtiger nach Attacke auf Umspannwerke flüchtig | Aktuelle Stunde
Bildquelle: Polizei Brandenburg / dpaWDR. 2 Min. 57 Sek.. Verfügbar bis 05.09.2028.
16:48 Uhr: Einsatzwagen der Polizei abgerückt
Am Nachmittag sind mehrere Einsatzwagen der Polizei-Hundertschaft vorerst aus Niederzier abgerückt. Einzelne Einsatzkräfte sind jedoch weiterhin vor Ort und setzen die Spurensicherung fort.
15:54 Uhr: Insgesamt zwölf Sprengsätze in Sachsen gefunden
Wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das LKA Sachsen am Samstag mitteilten wurden im Osten von Sachsen insgesamt zwölf Sprengvorrichtungen entdeckt. "Diese sollten Schäden an den elektrischen Hochspannungsleitungen durch einen Kurzschluss herbeiführen", informierten die Sicherheitsbehörden. Die Sprengsätze seien "selbst hergestellt" worden. Spezialisten des Landeskriminalamtes hätten sie entschärft. "Zu einem tatsächlichen Schaden oder Beeinträchtigungen der Stromversorgung kam es nicht. Es besteht keine Gefahrenlage für die Bevölkerung", hieß es.
Fündig wurden die Ermittler im Bereich von Hochspannungstrassen südlich des Umspannwerks Bärwalde nahe Lippen sowie östlich des Umspannwerks Graustein nahe Schleife. Die Orte befinden sich in der Lausitzer Braunkohleregion nahe der Grenze zu Brandenburg. Wegen der Bauweise der Sprengvorrichtungen und weil einer der Fundorte auch in dem bereits kursierenden Bekennerschreiber auftaucht, "wird derzeit eine Verbindung zu den Ermittlungsverfahren in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen wegen der dortigen Sabotage an Umspannwerken geprüft", gaben die Ermittler bekannt.
14:19 Uhr: Unterstützung kommt auch aus der Luft
Die Fahndung in Niederzier wird auch aus der Luft unterstützt. Seit dem Mittag ist wieder ein Helikopter der Polizei im Einsatz.
11:42 Uhr: Zahlreiche Polizei-Mannschaftswagen in Niederzier
In Niederzier im Kreis Düren sind zurzeit rund 20 Mannschaftswagen der Polizei unterwegs. Die Beamten sind dort zur Spurensuche und Spurensicherung im Einsatz. Gestern war in dem Gebiet das Fahrzeug des Tatverdächtigen aufgefunden worden. Nach WDR-Informationen hat die Polizei Datenträger aus Wildkameras, die aus dem Hambacher Forst stammen, sichergestellt. Demnach soll nun geprüft werden, ob der gesuchte Daniel V. auf den Aufnahmen zu sehen ist.
Auch über die Zahl der der Abschussvorrichtungen an den Anschlagsorten in NRW gibt es neue Informationen: In Bergheim wurden neun Abschussvorrichtungen gefunden, in Dormagen zwei und in Weisweiler eine.
06:58: Keine Sabotage, sondern "Lostplacer" am Umspannwerk Hamm
An einem stillgelegten Umspannwerk in Hamm gab es am Abend einen größeren Polizeieinsatz. Die Polizei nahm mehrere Menschen zur Befragung mit. Es stellte sich aber heraus, dass es sich um Menschen handelte, die mit dem stillgelegten Werk einen sogenannten "Lost Place" aufsuchen wollten. Mit dem Hubschrauber kontrollierte die Polizei umliegende Einrichtungen der Stromversorgung, konnte aber nichts Verdächtiges finden.
02:08 Uhr: Mutmaßliches Tatfahrzeug abgeschleppt
WDR-Reporter Oliver Köhler berichtet vom Polizei-Einsatz am Hambacher Forst
Bildquelle: WDR / Oliver KöhlerWDR. 1 Min. 10 Sek.. Verfügbar bis 05.09.2028.
Ein Abschleppdienst hat mit dem Abtransport des Lkw begonnen. Vorher mussten noch Hindernisse aus dem Weg geschafft werden, weil der Parkplatz für den Abschleppwagen unzugänglich war.
Unsere Quellen:
- Polizei Rhein-Kreis Neuss
- Polizei Köln
- Polizei Hamm
- WDR-Reporter vor Ort
- Berichterstattung von Bild, taz, Ruhrnachrichten und Kreiszeitung
- Nachrichtenagenturen dpa und AFP
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 05.09.2026, 18:45 Uhr