Prostatakrebs bei Schmallenberger durch Vorsorge-Zufall entdeckt

Bildquelle: WDR/Ulf Priester

WDR 3 Min. 15 Sek. Verfügbar bis 14.09.2028

Prostatakrebs-Vorsorge "Ich hab' ganz, ganz großes Glück gehabt"

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Am Europäischen Prostata-Tag wirbt Fabian Borys aus Schmallenberg für die Vorsorge. Nur durch einen Zufall wurde bei ihm der Prostatakrebs früh genug erkannt.

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Ulf Priester

Fabian Borys ist auf dem Weg zur vierteljährlichen Kontroll-Untersuchung. Im Dezember wurde er erfolgreich an der Prostata operiert. "Die Ironie ist", erzählt Fabian Borys, "dass mein Bruder Urologe ist. Seit ich 45 bin, sagt er: Geh mal zur Vorsorge. Ich bin jetzt 51 und hab' es nie getan."

Das Wichtigste in Kürze

  • Prostatakrebs ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei Männern
  • Für Männer ab 45 Jahren empfehlen Urologen eine jährliche Vorsorge-Untersuchung
  • Die jährliche Tastuntersuchung bezahlt die Krankenkasse
  • Den empfohlenen PSA-Test (25-50 Euro) müssen Kassenpatienten selbst bezahlen

Routineuntersuchung zeigte erhöhten PSA-Wert

Erst bei einer Routine-Untersuchung beim Kardiologen wurde durch Zufall ein erhöhter PSA-Wert festgestellt. Die darauf folgende Untersuchung beim Urologen ergab, dass er Prostatakrebs hat. Zum Glück in einem sehr frühen Stadium, so dass die Operateure seine Prostata sehr schonend entfernen konnten.

Nach der OP nur kurze Zeit inkontinent

Nach der Anschlussheilbehandlung im Januar spürte Fabian Borys schon im Februar keine Einschränkung mehr und war anders als einige Mitpatienten auch wieder kontinent. Danach fragt in der urologischen Praxis auch sein Bruder Tobias Borys bei der Kontrolluntersuchung:

Ein Mann, der interviewt wird
"Wir können nicht verhindern, dass der Tumor auftritt. Aber wir können den Zeitpunkt des Aufdeckens möglichst weit nach vorne holen. Und je weiter wir vorne sind, desto bessere Therapie-Optionen haben wir." Urologe Tobias Borys

"Wie ist es mit dem Wasser halten?" "Gut, passt alles", antwortet Fabian Borys. "Auch nicht unter Stresssituationen oder wenn du was Schweres anhebst?", hakt der Urologe nach. "Gar nicht", bekommt er zur Antwort.

Prostatakrebs: Je früher erkannt, desto besser therapierbar

Den Therapieerfolg führt Tobias Borys darauf zurück, dass der Krebs bei seinem Bruder so früh erkannt wurde.

Beckenbodentraining schon vor der OP hilft

Fabian Borys ist überzeugt, dass ein weiterer Grund das Beckenbodentraining war, um die anfängliche Inkontinenz nach der OP wieder loszuwerden. Denn auf Rat seines Bruders hatte er damit schon vor der OP begonnen, so dass er seinen Beckenboden in der Reha effektiver und schneller trainieren konnte.

Ein Mann schaut auf einen Computer in einem Patientenzimmer

Tobias Borys untersucht per Ultraschall.

Bildquelle: WDR/Ulf Priester

"Alles prima, alles gut", sagt Urologe Tobias Borys auch nach der abschließenden Ultraschall-Untersuchung. Was Fabian Borys natürlich freut. Mit Rückblick auf seine Krankengeschichte resümiert er: "Ich hab' ganz, ganz großes Glück gehabt."

Unsere Quellen:

  • WDR-Gespräch mit Fabian Borys
  • WDR-Gespräch mit Urologe Tobias Borys aus Arnsberg-Neheim
  • Website der Prostata Hilfe Deutschland
  • Website der Gesellschaft für Urologie e.V. (urologenportal.de)

Sendung: WDR.de, Prostatakrebs bei Schmallenberger durch Vorsorge-Zufall entdeckt, 15.09.2026, 07:21 Uhr

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