Mit dem Feuerwehr-Unimog auf dem Offroad Parcours

WDR 00:30 Min. Verfügbar bis 28.06.2028

In Anröchte Mit dem Feuerwehr-Unimog auf dem Offroad Parcours

Stand:

Ein Feuer wütet mitten in einem Waldgebiet. Kein ebener Weg, die Bäume stehen dicht, die Hänge sind steil. Die Feuerwehr darf das nicht aufhalten. Denn jede Verzögerung kostet wertvolle Sekunden - und schlimmstenfalls Leben. Deshalb übten jetzt Feuerwehren aus ganz NRW mit geländegängigen Fahrzeugen das Offroad-Fahren in einem Steinbruch in Anröchte.

Gleich am Anfang des Parcours geht der Puls von Robin Tolle hoch. Über eine rumpelige, steile Rampe hat er gerade den Feuerwehr-Unimog auf einen Hügel hochgefahren – und steht dann plötzlich vor dem Nichts.

"Ich sehe überhaupt nicht, wo es runtergeht! Ich sehe nur ein tiefes Loch." Robin Tolle, ehrenamtlicher Feuerwehrmann aus Sundern-Hagen

Robin Tolle beugt sich über sein Lenkrad weit nach vorn, um zu schauen, wie er hier herunter fahren soll. Etwa 70 Prozent Gefälle hat die Piste hier, es wirkt, als ginge es senkrecht bergab.

Zwei Männer sitzen in einem Fahrzeug.

Robin Tolle (r.) und Dominik Scherf im Feuerwehr-Unimog.

Macht das schwere Fahrzeug das mit? "Das geht", sagt Dominik Scherf, der neben Robin Tolle sitzt. "Wichtig ist für dich: Sperren einschalten, Lenkrad festhalten, dann im kleinen Gang hier runter."

Feuerwehrleute erfahren, was ihre Fahrzeuge können

Dominik Scherf vom Münsteraner Fahrzeughändler RKF-Bleses ist heute so etwas wie ein Fahrlehrer. Im vergangenen Jahr hat er der Feuerwehr Sundern den geländegängigen Unimog verkauft.

Feuerwehrwagen übt Fahren unter Extrem-Bedingungen

Feuerwehren aus ganz NRW nahmen an dem Training teil.

Heute will er den Feuerwehrleuten aus Sundern und danach denen aus Rödinghausen, Kamen und Münster zeigen, was ihre Fahrzeuge können.

Offroad-Parcours mit extremen Passagen

Dafür wurde in einem Steinbruch in Anröchte im Kreis Soest ein Offroad-Parcours mit extremen Herausforderungen angelegt. Steile Auf- und Abfahrten, Schrägen – und Wasserdurchfahrten.

Feuerwehr beobachtet Feuerwagen im Wasser

Fahrten bis zu 1,20 Meter Wassertiefe sind möglich.

Und genau dort muss Robin Tolle jetzt durch, nachdem er den Unimog einfacher als zunächst gedacht die extreme Abfahrt hinuntergesteuert hat. Erst versinken die Räder komplett im Wasser, dann taucht die Schnauze des Unimogs plötzlich noch tiefer ein. Für einen Moment stockt ihm der Atem.

Unimog fährt durchs Wasser bis zu 1,20 Meter Tiefe

"Das ist schon Wahnsinn", sagt Tolle, als er den Unimog wieder auf trockenen Untergrund gesteuert hat, "so etwas habe ich noch nie gemacht." Doch bis zu 1,20 Meter Wassertiefe sei das Durchfahren mit dem Unimog kein Problem, hatte ihn sein Trainer beruhigt.

In der zweiten und dritten Runde durch den Offroad-Parcours wird Robin Tolle sicherer. Und die Aufregung weicht der Freude. "Das ist mega", strahlt er, als er den Fahrersitz für einen Kollegen frei macht. Klar mache das Training hier Spaß – aber es habe auch einen ernsten Hintergrund.

„Unser Dorf liegt im Tal, rechts und links steile Berge. Wenn dort der Wald brennt, müssen wir da hoch.“ Robin Tolle, ehrenamtlicher Feuerwehrmann aus Sundern-Hagen

"Wenn ich an manchem Steilstück früher gesagt hätte: Das geht nicht – dann weiß ich jetzt, was doch machbar ist. Dadurch haben wir jetzt viel mehr Möglichkeiten", sagt Robin Tolle. Und die kann er jetzt auch ausschöpfen.

Mit dem Feuerwehr-Unimog auf dem Offroad Parcours

WDR 28.06.2026 00:43 Min. Verfügbar bis 27.06.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Beobachtungen des Reporters
  • Unimog Generalvertretung RKF Bleses

Sendung: WDR 2, WDR aktuell, 28.6.2026, 14 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 28.6.2026, 18:45 Uhr

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