Der Prozess fand am Landgericht Arnsberg statt
Geldwäsche Prozess : Arnsberger Jugendbande zu milden Strafen verurteilt
Stand:
Im Prozess um eine Jugendbande aus Arnsberg sind heute am Landgericht Arnsberg die Urteile gesprochen worden. Vier junge Männer waren wegen Raubüberfällen am Neheimer Markt und wegen Geldwäsche angeklagt. Die Strafen fielen relativ mild aus.
Die jungen Männer aus Arnsberg und Sundern wurden wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung, Bedrohung und Geldwäsche verurteilt. Bei einem der Angeklagten ging es auch um Einbruchdiebstahl.
Drei der jungen Männer bekamen eineinhalb bis zwei Jahre Jugendstrafe - ausgesetzt zur Bewährung. Der vierte Angeklagte muss eineinhalb Jahre ins Gefängnis. Er stand während der jetzt relevanten Taten noch unter Bewährung nach einem anderen Überfall, an dem er beteiligt war.
Taten sorgten für große Verunsicherung bei Bürgern
Die Angeklagten hatten im vergangenen Jahr rund um den Neheimer Markt Gleichaltrige angeworben, die bei der Geldwäsche von Betrugs-Geldern helfen sollten. Machten sie nicht mit, gab es zum Teil heftige Prügel. Die Taten sorgten im November vorigen Jahres für große Verunsicherung bei Bürgern.
Dass die Urteile so mild ausfielen, hängt mit den umfassenden Geständnissen zusammen. Die jungen Männer hatten dabei nicht nur ihre eigenen Straftaten eingeräumt. Sie entschuldigten sich auch bei ihren Opfern und sicherten ihnen zu, dass sie keine Angst mehr haben müssten.
Angeklagte schilderten System der Geldwäsche
Außerdem schilderten sie im Prozess, wie das System der Geldwäsche mit den angeworbenen Finanzagenten ablief, und sie gaben Hinweise auf mögliche Hintermänner. Das war für die Ermittler wichtig.
Unsere Quellen:
- Sprecherin des Landgericht Arnsberg
- Beobachtungen eines WDR-Reporters vor Ort
Sendung: WDR2 Südwestfalen, Lokalzeit, 08.07.2026, 15:31 Uhr
