Befragungsstudie: Verkehrsklima 2026 - mehr Aggression + Rücksichtslosigkeit? | WDR aktuell
Bildquelle: Isai Hernandez/imageBROKER/vario imagesWDR. 01:59 Min.. Verfügbar bis 17.08.2028.
Was drängelt der denn so? Muss der so eng überholen? Warum kann ich nicht einfach mal spazieren, ohne Angst zu haben überfahren zu werden? Wut und Frust im Straßenverkehr - kennt jeder.
Und laut einer aktuellen Befragungsstudie der UDV wird das Verkehrsklima immer rauer und aggressiver. Ein Trend, den die Forschenden schon seit über zehn Jahren beobachten. Demnach sind sowohl Auto-, als auch Radfahrende aggressiver als früher.
Drängeln und gefährlich überholen
Fast die Hälfte drängelt, wenn Vorausfahrende dem Gefühl nach bummeln - und fast ein Drittel schert nach dem Überholen schon mal so dicht ein, dass andere bremsen müssen, zeigt die Befragung.
Auch 43 Prozent der Radfahrenden erzwingen demnach hin und wieder die Vorfahrt. Und fast jeder zweite überholt Autos auch mal links oder schlängelt sich durch den Verkehr.
Schuld sind fast immer die anderen
"Dabei sehen die meisten die Probleme bei anderen, nicht bei sich selbst", sagt UDV-Leiterin Kirstin Zeidler. Wie auch schon in den Vorgängerstudien klaffen Selbst- und Fremdbild weit auseinander. So antworten 92 Prozent aller Autofahrenden, dass sie Radfahrende besonders rücksichtsvoll überholen. Gleichzeitig beobachten fast genauso viele, dass andere zu eng überholen.
Schuld sind fast immer die anderen, wenn es im Staßenverkehr eng wird.
Bildquelle: picture alliance / dpa Themendienst / Andrea WarneckeDas Selbstbild Radfahrender ist ebenso geschönt: 48 Prozent geben zu, Autos auch mal links zu überholen oder sich durch den Verkehr zu schlängeln, wenn sie rechts nicht vorbeikommen - zum Beispiel an einer roten Ampel, wenn sie sich rechts einordnen und mit den Autos warten müssten. Gleichzeitig beobachten 83 Prozent beobachten dieses Verhalten bei anderen Radfahrenden. An der repräsentativen UDV-Umfrage nahmen mehr als 2.000 Personen teil.
Fußgänger - "Lasst uns unserer Wege gehen."
Fußgänger finden in der Studie keine Erwähnung. Doch sie sind mit Abstand die größte Gruppe, sagt Roland Stimpel, Vorstand des Fachverbands Fußverkehr Deutschland.
Gerade in den großen Städten sei das Gehen die verbreitetste Fortbewegungsart. Fußgänger seien hauptsächlich Kinder, ältere Leute und Menschen mit Behinderungen. Diese würden am liebsten einfach ihrer Wege gehen und vom Hupen, Klingeln und Drängeln verschont bleiben, erklärt Stimpel. Das funktioniere aber nur bedingt.
Alle wollen schnell von A nach B kommen
Doch warum verhalten wir uns so aggressiv im Straßenverkehr? "Das liegt in der Natur der Sache", sagt Verkehrspsychologe Wolfgang Fastenmeier.
Ziel aller Verkehrsteilnehmer sei es möglichst schnell und ungehindert von A nach B zu kommen. Wird dieses Ziel behindert, beispielsweise durch Baustellen oder das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer, dann münde das gerne in einer "Frustrations-Aggressions-Spirale". Das heißt Frustration über die Hindernisse führt zu aggressivem Verhalten.
"Wutgänger" - Aggression ist auch teilweise unbewusst
Stimpel erklärt, dass auch Fußgänger sehr aggressiv werden können. "Wir nennen sie "Wutgänger"", sagt er. Gleichzeitig würde Fußgängern aber auch viel Aggression entgegengebracht - zum Teil auch unbewusst. Gehwege, Fußgängerzonen und Parks - das seien Schutzräume für Fußgänger, die jedoch häufig nicht respektiert würden.
"Die sehen sich nicht als aggressiv, aber es ist eine Verletzung von Raumgrenzen, die wir für sehr unsozial halten und deswegen für sehr schlecht." Roland Stimpel, Vorstand des Fachverbands Fußverkehr Deutschland FUSS e.V.
"Gerade Parks sollten ein Kontrastort zur Stadt sein", sagt Stimpel. "Hier sollte man abschalten und unkonzentriert sein dürfen". Man sollte ein kleines Kind von der Hand lassen können und ältere Menschen sollten sich hier angstfrei bewegen dürfen.
Wer hier mit hoher Geschwindigkeit durchfahre, mache auch aus dem Park einen hektischen und gefährlichen Verkehrsraum.
Mehr Konflikte durch veränderte Verhältnisse
"Den Kampf um den Verkehrsraum gab es schon immer", sagt Verkehrspsychologe Fastenmeier. Seit das Radfahren mehr gefördert wird hätten sich die Konflikte zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern aber möglicherweise verstärkt.
"Man sieht alles durch seine egoistische Brille." Wolfgang Fastenmeier, Verkehrspsychologe und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie (DGVP)
Auch Mobilitätsforscher Andreas Knie sagt: "Die Verhältnisse auf der Straße haben sich verändert." Jahrzehntelang habe die Straße dem Auto gehört. In den letzten 20 bis 25 Jahren sei der Raum dann praktisch unter der Hand neu verteilt worden.
Inzwischen gebe es wesentlich mehr Fahrradfahrer und auch neue Mobilitätsarten, wie E-Scooter. Das sorge für deutlich mehr Konflikte.
Perspektivwechsel, Infrastruktur, Sanktionen
Nur, was kann man gegen die Aggressionen machen? Ein Perspektivwechsel sei wichtig, sagt DVR-Präsident Manfred Wirsch. Denn: "Wer sich in Menschen zu Fuß oder auf dem Rad hineinversetzt, fährt automatisch vorausschauender und trägt zu mehr gegenseitiger Rücksichtnahme bei."
Laut Fastenmeier ist das eines der Hauptprobleme. Die meisten Verkehrsteilnehmer wüssten gar nicht, wie sich die Rolle der anderen anfühlt. Daher sollte bereits bei der Verkehrserziehung dafür sensibilisiert werden die Perspektive der jeweils anderen einzunehmen und zu verstehen.
Die Infrastruktur sieht Fastenmeier als die vielleicht wichtigste Stellschraube um Aggressionen im Straßenverkehr vorzubeugen. "Hier könnte man durch nutzerfreundliche Gestaltung der Infrastruktur deutlich Abhilfe schaffen", sagt er. Dazu gehöre zum Beispiel auch eine bessere Baustellenkoordination - denn solche Hindernisse führten zu Frustration und somit auch zu Aggression im Straßenverkehr.
Darüber hinaus braucht es laut Knie eine neue Verteilung von Raum und Dominanz. 75 Prozent des Straßenraums diene dem Autoverkehr, erklärt er. Dabei mache dieser nur noch 35 Prozent der Verkehrsleistung aus. Diesen überschüssigen Raum müsse man den Autofahrern nehmen und gleichzeitig die Rechte von Fußgängern und Fahrradfahrern stärken.
"Die Autofahrenden müssen abgeben. Die alte und gewohnte Dominanz kann nicht mehr eingeklagt werden." Andreas Knie, Mobilitätsforscher und Sozialwissenschaftler
Und auch für Fußgänger spielt die Infrastruktur eine wichtige Rolle. Diese bräuchten ausreichend Platz, sagt Stimpel. Außerdem sei es wichtig, die Straßen gut einsehen zu können und auch von den Fahrenden gut gesehen zu werden. "Es ist wichtig, das Gehen zu fördern", sagt Stimpel.
Und auch Sanktionen können ein friedlicheres Miteinander auf der Straße fördern. "Wer Verkehrsregeln bewusst missachtet und für Appelle nicht erreichbar ist, gefährdet alle", so Wirsch. Daher müssten sich Geldbußen und Fahrverbote am Gefährdungspotenzial orientieren und tatsächlich spürbar sein.
Stimpel verweist darauf, dass es auch für den Missbrauch von Gehwegen und Fußgängerzonen höhere Bußgelder brauche. Bei einem Verstoß zahle ein Fahrradfahrer in Deutschland zur Zeit 25 Euro, in Frankreich dagegen 135 Euro. "Daher kann man in Paris auf den Boulevards auch gut flanieren", so Stimpel.
Tipp: "Tief durchatmen"
"Aggressionen schaukeln sich im Straßenverkehr schnell hoch", sagt Wirsch. Daher sollte man sich nicht auf die Eskalation einlassen und stattdessen tief durchatmen, Abstand halten und den anderen ziehen lassen.
Stimpel sagt, es mache auch Spaß, anzuhalten und zu signalisieren: "Komm geh rüber, lass dir Zeit." Damit beschere man nicht nur dem anderen ein kleines nettes Ereignis - "der eigene Tag wird auf diese Weise auch besser."
Hinweis der Redaktion, 17.08.2026, 16 Uhr: Wir haben darüber berichtet, dass 48 Prozent der Radfahrer zugeben, Autos auch mal links zu überholen oder sich durch den Verkehr zu schlängeln, wenn sie rechts nicht vorbeikommen. Dies wurde so in der Pressemitteilung zur Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) angegeben. Eine Userin hat uns darauf hingewiesen, dass auch Radfahrer links überholen sollen. Nach Rücksprache mit der UDV ist klar: Die Angabe wurde in der Pressemitteilung und unserem Text verkürzt dargestellt. Es geht um Situationen, in denen Radfahrende links vorbeiziehen anstatt sich rechts einzuordnen, um mit Autos zu warten - etwa an einer roten Ampel.
Unsere Quellen:
- Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV)
- Interview mit Roland Stimpel, Vorstand des Fachverbands Fußverkehr Deutschland FUSS e.V.
- Interview mit Wolfgang Fastenmeier, Verkehrspsychologe und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie (DGVP)
- Interview mit Andreas Knie, Mobilitätsforscher und Sozialwissenschaftler
- Interview mit Manfred Wirsch, Präseident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR)
Sendung: WDR.de, "Aggressionen im Straßenverkehr nehmen zu", 17.08.2026, 11 Uhr

25 Kommentare
Kommentar 25: Ulrich Scharfenort schreibt am 18.08.2026, 15:53 Uhr :
Leider erhält der Artikel erhebliche Fehlinformationen. An der roten Ampel dürfen Radfahrende das, steht sogar ganz klar in der StVO: "StVO § 5 (8) Ist ausreichender Raum vorhanden, dürfen Rad Fahrende und Mofa Fahrende die Fahrzeuge, die auf dem rechten Fahrstreifen warten, mit mäßiger Geschwindigkeit und besonderer Vorsicht rechts überholen."
Antwort von WDR.de , geschrieben am 18.08.2026, 16:25 Uhr :
Lieber Herr Scharfenort, danke für diesen Kommentar. Das ist richtig. Rechts überholen ist erlaub, wenn Fahrzeuge auf dem rechten Fahrstreifen warten und genug Raum vorhanden ist. Im Artikel geht es aber darum, dass fast jeder zweite zugibt, Autos auch mal links zu überholen: "48 Prozent geben zu, Autos auch mal links zu überholen oder sich durch den Verkehr zu schlängeln, wenn sie rechts nicht vorbeikommen - zum Beispiel an einer roten Ampel, wenn sie sich rechts einordnen und mit den Autos warten müssten."
Kommentar 24: Anonym schreibt am 18.08.2026, 13:46 Uhr :
Und ein weiteres Manko ist die mangelnde Verkehrserziehung durch die Eltern und den massiven Einfluss von Smartphones. Denn eine weitere Beobachtung meinerseits zeigt, dass besonders junge Radfahrer, häufig nicht in der Lage sind, grundlegende Verkehrsregeln wie Rechts vor Links oder Stopschilder einzuhalten. Gleichzeitig beobachte ich aber auch besonders bei älteren Radfahrern eine grundlegende Unsicherheit mit dem Rad besonders bei Pedelecfahrern, da diese im Fahrverhalten massiv von einem „normalen Fahrrad abweichen. Warum aber der Punkt Smartphones? Ganz einfach Kinder und Jugendliche nehmen nicht mehr passiv am Straßenverkehr teil, da sie durch Smartphones abgelenkt sind und nicht mehr auf ihre Umgebung achten, und so auch keine Fragen mehr stellen oder sich bestimmte Verhaltensregeln einprägen, auch hier der Begriff passives Fahren.
Kommentar 23: Anonym schreibt am 18.08.2026, 13:39 Uhr :
Ich bin zwiegespalten, was meine Eindrücke angeht, da ich sowohl Auto als auch leidenschaftlicher Radfahrer bin. Aber mein Empfinden ist vor allem ein Klassenkampf zwischen Auto- und Radfahrern. Mir sind in beiden Richtungen schon Anfeindungen passiert, wenn ich unterwegs war. Als Autofahrer, sowohl von anderen Autofahrern als auch von Radfahrern. Genauso auf dem Fahrrad. Das Problem was mir am häufigsten auffällt ist die mangelnde Bereitschaft, sein eigenes Ego zurückzunehmen, um ein für alle angenehmeres Klima zu schaffen! Gleichzeitig muss ich der Aussage mancher Kommentierender widersprechen, dass ein solches Verhalten nur von Menschen mit nicht deutscher Herkunft gezeigt wird. Als Autofahrer sind es besonders Bio-Deutsche, die es nicht nachvollziehen können, wenn man als Fahranfänger nicht mit 130 in der 100er Zone fährt oder lieber einmal zu viel an Ampeln bremst. Ich glaube am Ende mangelt es besonders an den Strafen, denn die sind mMn viel zu lasch, egal was für ein Verstoß
Kommentar 22: Tiffy von Breckerfeld schreibt am 18.08.2026, 12:25 Uhr :
Wieh oh wieh oh brrrrr puuuuuuuh Schnuff.
Antwort von Paul S. , geschrieben am 18.08.2026, 14:01 Uhr :
Ihr kurzer Kinderausdruck- Kommentar, ist der traurig gemeint oder leidenschaftlich emotional? Darf man den Grund nicht wissen?
Kommentar 21: Rudi schreibt am 18.08.2026, 08:34 Uhr :
Genauso wie ihr euch lieber Fahrradfahren, hier in den Kommentaren äußert, Genauso so seid ihr auch, im Straßenverkehr und auf anderen Wegen, wo sich auch noch andere Leute auf den Weg befinden. Für euch jedoch gelten ja keine Regeln. Der größte Teil von euch meint nämlich, dass alles wo ihr euch befindet, ein Trainingelände für eure Aktivitäten ist. Rücksichtslos, Aggressiv. Und nun zur Info, ich bin selbst begeisterter Mountainbiker seid Jahren schon. Mein angepasstes fahren und verhandeln im Straßenverkehr und Gelände. Wir von euch Chaoten mit Argwohn mir entgegen gebracht.
Kommentar 20: Petra schreibt am 18.08.2026, 07:13 Uhr :
Zu dieser Stelle "48 Prozent geben zu, Autos auch mal links zu überholen ..., wenn sie rechts nicht vorbeikommen - zum Beispiel an einer roten Ampel, wenn sie sich rechts einordnen und mit den Autos warten müssten." würde ich gerne die Quelle (in der STVO?) kennenlernen. Wo steht, dass Radfahrer vor einer roten Ampel nicht links überholen dürfen und dass sie sich rechts einordnen und (hinter blockierenden motorisierten Fahrzeugen) warten müssen? Es fragt eine Auto-, Lkw- und Radfahrerin sowie Fußgängerin im Stadtverkehr.
Antwort von Eva , geschrieben am 18.08.2026, 13:16 Uhr :
...bei den meisten Motorradfahrern beobachte ist dass zu sehen. Außer das des wieder rechts einordnen fehlt, sie bleiben auf der"Überholspur"..
Kommentar 19: Franziska 1 schreibt am 17.08.2026, 23:48 Uhr :
Beim Straßenverkehr stehen Tonnengewichte einen Leichtgewicht gegenüber bzw. Seite an Seite. Also ein Mensch auf dem Rad, daneben der mächtige LKW. Fehler macht oft der Radfahrer, wenn er meint, er müsste bei einer roten Ampel links vorbei ziehen beim LKW oder Auto und vorne mittig stehen wie manche Motorradfahrer. Unsinn ist es vom Radfahrer, wenn er nicht rechts bleibt. Radlerfahrwege sind in der Stadt meistens so gelegt wie die Verkehrsordnung ist im Land: Rechtsverkehr. In der Stadt, wie viele extra Radfahrstreifen bzw. Radwege gibt es inzwischen in der Stadt und am Land? Aggressionen von wem kommen sie? Die kommen von frustrierten Leuten, die meinen sie hätten die Narrenfreiheit beim Fahren, egal auf welchen fahrbaren Bock sie sitzen. Sorry! Würde mir jemand einen Stinkefinger zeigen ....habe es noch nie erlebt...dann würde ich das Fenster öffnen und lächelnd sagen: Ja, ich bin blond und deswegen blöd! Ob dem andern das Gesicht dabei wegschwimmt?
Kommentar 18: Tabea Huber schreibt am 17.08.2026, 22:06 Uhr :
Menschen ohne Schutzpanzer um sich herum sprich Radfahrer und Fußgänger benötigen Schutz vor den stärkeren . Es braucht breite und sichere Fußgängerwege und sicherere Fahrradwege ohne parkende Autos an der Seite. Jederzeit kann sich eine Autotüre öffnen und den Radfahrerenden ins Jenseits befördern. Es ist Aufgabe der Politik schwächere zu schützen aber wir sehen eine Verkehrspolitik die völlig einseitig die Interessen der Autofahrer berücksichtigt.
Kommentar 17: Gabi Henrichs schreibt am 17.08.2026, 20:53 Uhr :
Ja, die Situation wird immer schwieriger. Ich, als älterer Mensch, fühle mich auf dem Gehweg mittlerweile nicht mehr sicher. Die E- Roller, die Fahrräder fahren grundsätzlich ohne Rücksicht auf dem Gehweg. Gibt's denn da keine Regelung mehr. Müssen wir Fussgänger jetzt auf die Seite springen, um den Rollerfahrern und Radfahrern Platz zu machen. .
Kommentar 16: Gerd Nieperth schreibt am 17.08.2026, 16:57 Uhr :
Kann ich absolut bestätigen. Wenn ich mich im Verkehr als Autofahrer regelgerecht verhalte, insbesondere bei der Geschwindigkeit, werde ich ständig angehupt, beschimpft, bekomme Stinkefinger gezeigt und wurde einmal sogar verfolgt und beim Anhalten bedroht. Es ist auffällig, dass die "Gegner" in vielen Faktoren identisch sind (Fahrzeuge, Kennzeichen, Erscheinungsbild, Alter...) Das hat sich in den letzten Jahren massiv verschlimmert. Aber nicht nur bei dicken Limousinen. Auch unter Radfahrern ist es deutlich schlimmer geworden; bei denen ist der Stinkefinger besonders beliebt. Da wünsche ich mir oft eine Kennzeichenpflicht.
Antwort von Bike Tyson , geschrieben am 17.08.2026, 19:42 Uhr :
Man kann sich vorstellen, welches Klientel mit "Erscheinungsbild" gemeint ist. Einige empfinden es als Ehrverletzung, wenn andere defensiv fahren. Die Aggression im "Stadtbild" betrifft auch den Individualverkehr.
Kommentar 15: Der flotte Otto schreibt am 17.08.2026, 16:47 Uhr :
Baustellenkoordination? Warum haben wir denn die vielen Baustellen u.kaputten Brücken? Der starke LKW-Verkehr im Schengenraum hat unsere Infrastruktur zerstört. Aber uns Bürgern wird erzählt, dass Deutschland von Europa wirtschaftlich profitiert, wie kein zweites Land. Die Wahrheit ist, dass Deutschland an Europa und mit Europa ärmer wird. Der Angleichungsprozess hat längst begonnen. Hoffentlich hält sich der Euro noch lange. Sonst erleben wir eine Währungsreform. Wir müssen umdenken.