Hitze auf dem Wochenmarkt | WDR aktuell

WDR 01:48 Min. Verfügbar bis 24.06.2028

Hitze in NRW Durchlüften - wann es endlich kühler wird

Stand:

In den nächsten Tagen zieht die Hitzewelle in NRW noch einmal ordentlich an. Die gute Nachricht: Ab kommender Woche ist Abkühlung in Sicht.

Die Hitzewelle und UV-Belastung im Westen steuert auf ihren Höhepunkt zu. Für ganz NRW hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine amtliche Warnung ausgesprochen, diese gilt bis morgen Abend um 19 Uhr.

Die ganze NRW-Karte ist orange eingefärbt - der DWD warnt vor extremer Hitze

Für ganz NRW warnt der DWD am Donnerstag und Freitag vor extremer Hitze.

Während am Donnerstag die Temperaturen auf bis zu 38 Grad klettern können, wird es nach Einschätzung der WDR-Wetterredaktion am Freitag noch extremer - vor allem im Rheinland sind örtlich Temperaturen von bis zu 40 Grad möglich. Damit wird es der bisher heißeste Tag des Jahres.

Heiß und schwül auch am Wochenende - vor allem in Städten

Auch danach bleibt die Belastung erst einmal hoch: Am Samstag ist es ähnlich heiß wie am Vortag bei oft 37 bis 40 Grad, der Sonntag wird bei Höchstwerten von 33 bis 37 Grad ebenfalls herausfordernd. An beiden Tagen kann es zu teils heftigen Hitzegewittern kommen.

Dazu gibt es eine deutlich spürbare Schwüle. Gerade in den Städten wird das zur zusätzlichen Belastung, weil sich die Hitze in Beton und Asphalt staut und kaum abkühlt.

Rekord-Hitzewelle in NRW: Ein Zeichen des Klimawandels

Fachleute sprechen von einem "Heat Dome", also einer Hitzeglocke. Dabei wird warme Luft wie unter einem Deckel festgehalten. Ursache ist ein starkes Hochdruckgebiet in der Höhe - ein sogenanntes Höhenhoch. Dieses drückt die Luft nach unten und blockiert den Austausch mit kühlerer Luft.

Eine ähnliche Hitzewelle im Juni gab es in NRW zuletzt 1976, also vor 50 Jahren. Diese dauerte aber "nur" sieben Tage, der heißeste Tag lag bei 34 Grad - beides wird in diesen Tagen deutlich geknackt, wie ARD-Meteorologe Karsten Schwanke am Donnerstag im WDR 5 Morgenecho erklärte: "Jetzt bekommen wir eine Hitzewelle von 12-13 Tagen Dauer und am Samstag, wir hören es ja in den Nachrichten auch rauf und runter, werden wir wahrscheinlich über 40 Grad reden."

Die derzeitige Wetterlage in NRW kann laut Schwanke dabei mit einem Wort beschrieben werden: dem Klimawandel.

Hitzeglocke über Europa: "Gab es so zuletzt 1976"

WDR 5 Morgenecho - Interview 25.06.2026 06:32 Min. Verfügbar bis 25.06.2027 WDR 5

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Hitze verzieht sich nach Ostdeutschland - Zeit zum Durchlüften

Immerhin: Ein Ende der extremen Hitze ist in Sicht. Meteorologe Jürgen Vogt aus der WDR-Wetterredaktion sagt, dass sich die Hitzeglocke ab Sonntag und zu Beginn der neuen Woche in Richtung Ostdeutschland und Polen verlagert. Für Nordrhein-Westfalen bedeutet das: kühlere Luft von der Nordsee setzt sich durch.

Die Temperaturen gehen dann am Montag und Dienstag laut ersten Prognosen spürbar zurück, teils unter die 30-Grad-Marke. Und auch die Nächte werden wieder erträglicher mit Tiefstwerten unter 20 Grad - also perfekt zum Durchlüften.

Konkrete Wetter-Prognose für nächste Woche noch schwierig

Ganz konkret lässt sich das Wetter für nächste Woche noch nicht vorhersagen. Denn über mehr als fünf Tage wird eine Prognose schnell grob, so die WDR-Wetterredaktion. Ab dann geht es oft eher um Trends als um genaue Vorhersagen für einen bestimmten Ort und Zeitpunkt.

Sicher sagen lässt sich aber schon jetzt: Ab kommender Woche dürfte sich das Wetter in NRW insgesamt wieder deutlich angenehmer anfühlen, vor allem nach der anhaltenden Hitze und Schwüle der vergangenen Tage. Der Wechsel von Heiß auf Kalt macht allerdings auch wieder Unwetter wahrscheinlicher. Die Fachleute rechnen mit kräftigen Gewittern. Derzeit lässt sich aber noch nicht sagen, inwiefern Nordrhein-Westfalen davon kommende Woche betroffen sein könnte.

Abkühlung nach Hitze in NRW

WDR 24.06.2026 00:59 Min. Verfügbar bis 23.06.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • WDR-Wetterredaktion
  • WDR-Meteorologe Jürgen Vogt
  • ARD-Meteorologe Karsten Schwanke

Sendung: WDR Fernsehen, WDR aktuell, 24.06.2026, 12:45 Uhr
Sendung: WDR 5, Morgenecho, 25.06.2026, 7:40 Uhr

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