Mehrere Lkw vom Roten Kreuz mit Hilfsgütern für die Ukraine

Hilfsgüter für die Ukraine (Symbolbild)

Bildquelle: Annalisa Ausilio / WDR / dpa

Krankenwagen, Generatoren und Spielzeug Wie NRW-Städte der Ukraine durch den Winter helfen wollen

Stand:

Außenminister Wadephul hat Städte ermutigt, die Ukraine stärker zu unterstützen. Aber brauchen die Städte in NRW diese Ermutigung?

Von Joschka Heinemann
Das Lager des Blau-Gelben Kreuzes in Köln

Das Lager des Blau-Gelben Kreuzes in Köln

Bildquelle: WDR

Ein halbes Dutzend Rollstühle stehen im Lager der Hilfsorganisation Blau-Gelbes Kreuz in Köln. Daneben stapeln sich Stromaggregate, Feuerlöscher, Schulrucksäcke für Kinder und Spielzeug. Man sei jedes Mal dankbar für das, was die Menschen und Unternehmen spenden, sagt Frank Bender vom Blau-Gelben Kreuz, als er durch das Lager läuft. In den nächsten Wochen soll vieles hier in die Ukraine gebracht werden.

Ein Mann steht vor Hilfsgütern für die Ukraine
"Es geht darum, Menschenleben zu retten und alles, was das kann, fahren wir auch in die Ukraine." Frank Bender, Blau-Gelbes Kreuz in Köln

Städte und Hilfsorganisationen arbeiten Hand in Hand

Die Hilfsorganisation ist eine von vielen Vereinen in Deutschland, die sich für Hilfe in der Ukraine engagieren. Auch die Stadt Aachen erzählt vom Blau-Gelben Kreuz und der gemeinsamen Zusammenarbeit. Man habe gemeinsam Pflegebetten und medizinisches Gerät in die ukrainische Partnerstadt Chernihiv gebracht, heißt es. Viele der Kommunen, die sich engagieren, unterstützen ihre Partnerstadt in der Ukraine, so Bender.

Zahl der Städtepartnerschaften seit Kriegsbeginn gestiegen

Und die Zahl dieser kommunalen Partnerschaften ist seit Kriegsbeginn gestiegen. Laut Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung von 70 auf 250. Es dürften gerne noch mehr werden, erwidert Bender.

Der direkte Draht zueinander

Ein Stromgenerator aus Münster wird eingeladen

Ein Stromgenerator aus Münster wird eingeladen

Bildquelle: ASB RV Münsterland

Denn Städtepartnerschaften sind wichtig. Neben einem Zeichen der Solidarität seien sie ein direkter Draht zueinander. Die Partnerstadt in der Ukraine melde sich einfach, wenn etwas gebraucht wird, heißt es von der Stadt Münster. Derzeit sind es Generatoren für Schulen und Krankenhäuser im Winter für die Partnerstadt Winnyzja. Dafür beantragt Münster gerade Fördermittel des Bundes. Die Stadt selbst kann nur einen kleinen Teil der Kosten tragen.

NRW zeigt Solidarität mit der Ukraine

WDR 24.08.2026 00:35 Min. Verfügbar bis 23.08.2028 WDR Online

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Hilfsgüter aus ganz NRW

Rettungswagen auf einem Parkplatz der Feuerwehr Köln

Rettungswagen auf einem Parkplatz der Feuerwehr Köln. Sie fahren jetzt in der Ukraine.

Bildquelle: Feuerwehr Köln

Auch in Düren stehen drei Löschfahrzeuge der Feuerwehr für die Ukraine bereit. Sie seien ausrangiert, aber voll funktionstüchtig, heißt es von der Stadt. Die Stadt Viersen berichtet von Rettungsfahrzeugen und Tablets, die sie mit einem lokalen Hilfsverein in ihre Partnerstadt Kanew gebracht hat. Die Stadt Köln hat nach eigenen Angaben erst kürzlich 30 ausrangierte Rettungswagen und Stromgeneratoren in die Ukraine geliefert. Auch die Stadt Dortmund spricht von Generatoren und Feuerwehrfahrzeugen, Schulmöbeln und Großküchen. Und vielerorts stehen schon die nächsten Transporte bereit.

Richtig spenden hilft

Weil Städte und Kommunen in NRW aber selbst nicht in einen prall gefüllten Geldtopf greifen können, um Generatoren zu kaufen, seien Spenden nötig, heißt es aus Münster. Wer privat spenden möchte, kann sich an Organisationen mit DZI-Siegel wenden, die das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen empfiehlt. Oder man fragt einfach bei der eigenen Kommune nach, mit welcher Hilfsorganisation sie zusammenarbeitet.

Unsere Quellen:

  • Stadt Münster
  • Stadt Viersen
  • Stadt Köln
  • Stadt Dortmund
  • Stadt Aachen
  • Stadt Düren
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Entwicklung
  • Blau-Gelbes Kreuz e.V.
  • Reporter vor Ort
  • Deutschlandfunk

Sendung: WDR 5, WDR aktuell, 25.08.2026, 18 Uhr

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