NRW fordert späteren Ferienbeginn

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Aktuelle Stunde 14.07.2025 23:02 Min. UT Verfügbar bis 14.07.2027 WDR Von Alexander Roettig

Spätere Sommerferien in NRW? Bayern lehnt einen Tausch ab

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Könnten wir in NRW bald später in die Sommerferien starten? Das schlägt Bildungsministerin Feller vor. Im September könnte mancher Urlaub günstiger sein, da die Hauptsaison vorbei ist. Die Chancen auf einen späteren Termin sind aber gering.

Italien im Juni, Nordsee im Juli oder Frankreich im August: Wann in NRW Sommerferien sind, das ändert sich jedes Jahr. Einen wirklich späten Start in die Ferien gibt es hier aber praktisch nicht. Wer erst im September Urlaub mit schulpflichtigen Kindern machen möchte, weil es da in der Regel günstiger ist als in den Sommermonaten, der müsste nach Bayern umziehen.

NRW-Bildungsministerin Dorothee Feller hat am Montag vorgeschlagen, das zu ändern und das rollierende System der Ferienzeit-Aufteilung zu überarbeiten. Bisher werden die Zeiträume für die Sommerferien durch eine gemeinsame Vereinbarung der Kultusministerkonferenz geregelt. Und das für mehrere Jahre im Voraus.

Die Bundesländer stimmen so ihre Ferienzeiten ab, damit nicht alle gleichzeitig in den Urlaub starten. Ausnahmen gibt es nur für Bayern und Baden-Württemberg, die traditionell als Letzte Sommerferien haben.

Späte Ferien wegen Erntehilfe?

Traditionell wurde der späte Ferienstart in Bayern mit der Ernte begründet. Dabei müssten die Schulkinder helfen, so die frühere Argumentation. NRW-Bildungsministerin Feller erklärte, dieses Argument ziehe heute nicht mehr. Offiziell wird es auch gar nicht mehr angeführt.

Für den NRW-Vorschlag gab es jedoch am Montag gleich eine Absage aus Bayern. "Wir haben unseren Ferienrhythmus, der ist sozusagen fest in der DNA der Bayern drin", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Außerdem würden sich die Sommerferien an anderen Ferien in Bayern orientieren.

Ferien ausgerichtet an christlichen Feiertagen

So planen Bayern und Baden-Württemberg immer rund um Pfingsten zwei Wochen Ferien ein. Um davon einen größtmöglichen Abstand zu haben, würde man den spätesten Termin der Sommerferien benötigen, heißt es von Bayerns Kultusministerin Anna Stolz. Nach den Pfingstferien müssten schließlich alle Prüfungen durchgeführt werden.

Nach der Absage aus Bayern könnte NRW noch auf einen Tausch mit Baden-Württemberg hoffen. Sollte der zustande kommen, wären späte Sommerferien in NRW ab 2030 möglich. Bis dahin sind die Ferien nämlich schon jetzt terminiert. Allerdings geht es Feller jedoch um eine Rotation, nicht um einen Tausch.

Unsere Quellen:

  • Deutsche Presseagentur
  • WDR-Reporter

Über dieses Thema berichtet der WDR am 14.07.2025 auch im Fernsehen, WDR aktuell, 21.45 Uhr.

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