ein Schreibtisch mit vielen vollen Akten

NRW fehlen Beschäftigte Beim Land sind 21.000 Stellen unbesetzt

Stand:

Der Landesverwaltung fehlt Personal. Fast 21.000 Stellen sind unbesetzt. Großbaustelle bleiben die Schulen.

Die Landesverwaltung muss offenbar mit einem Personalloch kämpfen: Wie aus einem Bericht von Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) hervorgeht, waren von den insgesamt rund 283.000 Planstellen für Beamte am 1. Juli fast 17.000 nicht besetzt. Das sind rund sechs Prozent.

Von den mehr als 51.000 Stellen für Tarifbeschäftigte waren mehr als acht Prozent nicht besetzt, nämlich 4.200. Die Auflistung umfasst neben den Ministerien, dem Amtsbereich des Ministerpräsidenten und dem Landtag auch zahlreiche nachgeordnete Behörden, Schulen, Hochschulen und die fünf Bezirksregierungen.  

Größte Baustelle Schulen

In erster Linie liegt es laut Optendrenk daran, dass viele Fachkräfte wegen ihres Alters ausgeschieden sind und die Verfahren zur Nachbesetzung andauern.

Die größte Baustelle sind demnach die Schulen. Optendrenk erklärte, dass ein Handlungskonzept bereits in der Umsetzung sei und es solle "kurz-, mittel- und langfristig zu einer Verbesserung der Personalausstattung an Schulen und damit zu einer Sicherung der Unterrichtsversorgung beitragen".

Dickes Personalloch klafft in der Landesverwaltung

WDR Studios NRW 19.08.2026 00:46 Min. Verfügbar bis 18.08.2028 WDR Online

Zum einen werde Fachkräften der Seiteneinstieg erleichtert und Alltagshelfer unterstützen bei nicht pädagogischen Aufgaben. Ein weiterer Baustein seien mehr Studienplätze für angehende Lehrer. Außerdem sind seit 1. August alle alle verbeamteten und angestellten Lehrkräfte an Grund-, Haupt- und Realschulen einheitlich in der Besoldungsstufe A13.

Personalsituation im Justizbereich verbessert

Im Justizbereich hat sich die Besetzung nach dem Bericht von Optendrenk verbessert - sowohl im Bereich der Planstellen für Beamte als auch bei den Arbeitnehmern.

Im Bereich des Innenministeriums gibt es zwar weiterhin eine hohe Personalfluktuation. Dennoch sind 90 Prozent der Stellen besetzt. Die Nachbesetzung der freien Stellen werde in sicherheitsrelevanten Aufgabenbereichen zusätzlich erschwert, weil Bewerber dort erst einmal erfolgreich eine Sicherheitsüberprüfung absolvieren müssen, erklärt Optendrenk.

Auf Antrag der SPD-Opposition wird sich der Haushaltsausschuss nach der Sommerpause im September mit dem Ausmaß und den Ursachen unbesetzter Stellen beschäftigen.

Unsere Quellen:

  • Bericht von Finanzminister Optdendrenk

Sendung: WDR Aktuell 19.08.2026, 11:00 Uhr

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