Ministerpräsident Wüst zu aktuellen Themen

Nach Landtagswahl Wüst fordert Arbeitsgruppe zur Prüfung der AfD

Stand:

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet NRW-Ministerpräsident Wüst deutliche Worte zur AfD. Er fordert eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe, die die Partei prüfen soll. Dabei könne es um ein Verbot oder etwas anderes gehen.

Ministerpräsident Hendrik Wüst spricht sich für weitere Schritte beim Umgang mit der AfD aus. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe solle sich mit der Partei auseinandersetzen:

"Diese Prüfung muss ergebnisoffen sein und alle möglichen rechtlichen Folgen berücksichtigen - nicht nur ein Verbotsverfahren." Hendrik Wüst (CDU), NRW-Ministerpräsident

In einer solchen Arbeitsgruppe sollten sich der Verfassungsschutz, Verfassungsrechtler und weitere Experten von Bund und Ländern beteiligen, so Wüst in einem Statement, das dem WDR vorliegt.

Diskussion um Umgang mit der AfD

Am Montagabend hatte sich der Ministerpräsident im Gespräch mit der Ökonomin und Autorin Maja Göpel bei der Veranstaltungsreihe "Missverstehen Sie mich richtig" in Berlin zu dem Thema geäußert und eine Arbeitsgruppe gefordert, die die AfD und etwaige Rechtsfolgen prüfen solle.

Daraus könne man ein Verbot ableiten oder etwas anderes, das ließ Wüst Berichten zufolge offen, es solle kein politisch vorher festgelegtes Ziel geben. Sollte die Prüfung der Arbeitsgruppe ergeben, dass die AfD aufgrund von Verfassungswidrigkeit verboten werden könnte, sollte man entsprechend handeln.

Wüst hatte sich schon früher in eine ähnliche Richtung geäußert, war aber bisher zurückhaltend, wenn es um konkrete Maßnahmen ging. 2025 sagte er etwa, dass die rechtlichen Anforderungen, die das Grundgesetz beschreibt, hoch sind.

Im Mai dieses Jahres besuchte Wüst das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz in Polen. Auf die Nachfrage eines Journalisten sagte er dort:

Hendrik Wüst in Auschwitz

"Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass unsere Generation von Politikern nicht nur die Möglichkeit, sondern die Pflicht hat, ein AfD-Verbotsverfahren anzustrengen, wenn die Voraussetzungen dafür da sind."

Auch dort unterstrich er, dass ein solches Verfahren nicht "aus der Emotion heraus" angestrengt werden solle, sondern weil es handfeste Gründe gebe, die auch rechtssicher sein müssten. Daher müsste es sauber vorbereitet werden.

Unsere Quellen:

  • Statement Ministerpräsident Wüst
  • Berichterstattung der "Welt"
  • Eigene Recherchen

Wüst: Arbeitsgruppe soll AfD prüfen

WDR Studios NRW 08.09.2026 40 Sek. Verfügbar bis 07.09.2028 WDR Online

Sendung: WDR.de Wüst: Arbeitsgruppe soll AfD prüfen, 08.09.2026, 12:35 Uhr

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