Das hat sich die Maus einmal genauer angeschaut. Zuerst das Wort: "Ferien" – das stammt aus dem Lateinischen. Heißt so viel wie Festtage, Ruhetage. Zuerst benutzte man das für die Tage, an denen es keine Gerichtsverhandlungen gab. Oder an Feiertagen. Richtige Schulferien gab es nicht.
Allerdings keine Schule wie heute. Früher mussten Kinder arbeiten, sogar in Fabriken oder Bergwerken. Das wurde dann verboten. Und immer mehr Kinder gingen in die Schule. In Deutschland entstand die Schulpflicht - und auch die Ferien für Kinder.
Aber auch die Ferien waren für viele Kinder keine freie Zeit: Sie mussten auf den Feldern helfen und auf dem Bauernhof der Eltern. Die Sommerferien hießen früher dann auch Getreideferien, die im Herbst Kartoffelferien.
Allerdings hatten auch die Eltern haben keine Ferien wie heutzutage. Früher mussten viele sechs Tage arbeiten. Die Gewerkschaften haben dann richtige Ferien erkämpft – also wirklich bezahlten Urlaub.
1903 gab es für Brauereiarbeiter zum ersten Mal drei Tage bezahlten Urlaub. Später bekamen auch andere Arbeiter Urlaub – aber auch da konnten sich viele wegfahren nicht leisten und blieben zu Hause. Das kam erst später, als sich Ferien "woanders machen" – also "Reisen" - auch viele leisten konnten.
Habt ihr auch eine Frage an die Maus?
Jeden Morgen beantwortet die Maus bei WDR 2 Kinderfragen zu den spannendsten Themen. Ihr wollt auch etwas wissen? Dann stellt der Maus Eure Frage.
*Pflichtfelder
Sendung: WDR 2 Das Morgenmagazin, 31.08.2026, ab 5:05 Uhr