Darum geht's
Durch ein Missverständnis landen zwei Kleinganoven in einem Reisebus zwischen Menschen mit Beeinträchtigung, die auf dem Weg ins Ferienlager sind. Für die flüchtigen Diebe eine perfekte Tarnung. Der eine gibt sich dreist als behindert aus, wird aber von den Beeinträchtigten schnell durchschaut und in die Gemeinschaft aufgenommen. Ein toller Sommer beginnt.
Darum geht's wirklich
Der Film zeigt auf charmant witzige Art, wie gelebte Inklusion aussieht. Die französische Vorlage des Films "Un p'tit truc en plus" lockte dort vor zwei Jahren fast elf Millionen Zuschauer in die Kinos und ließ damit US-Blockbuster hinter sich.
Die spielen mit
Die Juwelendiebe werden von Florian Lukas und Max von der Groeben gespielt, die Teilnehmer der Reisegruppe verkörpern u. a. Simon Rupp, Natalie Kim Lehmann, Linn Bade und Antonia Riet.
Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz
Bravo! So leicht und witzig kann ein Film über Gemeinschaft und Inklusion sein.
In "Das gewisse Etwas" wird die Gruppe als eine offene Gemeinschaft aus eigenwilligen Persönlichkeiten porträtiert, die sich nicht täuschen lässt.
Sie bemerken schnell, dass Kleinganove Alex seine geistige Beeinträchtigung nur spielt und stellen ihn unter der Dusche. Eine großartige Szene, die für den unverblümt direkten Ton des Films steht und schnell die Gewissheit über Abhängigkeiten aushebelt.
Die Figuren in dem Ensemblefilm sind nicht über ihre Behinderung definiert, wie es immer noch häufig vorkommt, sondern Komödiencharaktere mit Facetten. Konrad zum Beispiel ist ein Schlaumeier, der alle zutextet. Julius verkleidet sich gern mit schrillen Pailletten- und Superheldenkostümen und die liebe Sophie ist so tollpatschig, dass sie jeden fliegenden Ball irgendwann ins Gesicht bekommt – liebenswerte Figuren mit Ecken und Kanten.
Die Vorlage des Stoffs stammt aus Frankreich. Hier wurde die Komödie "Un p’tit truc en plus" vor zwei Jahren ein Überraschungserfolg, der mit knapp elf Millionen Zuschauern Hollywoodblockbuster hinter sich ließ. Menschen mit Down-Syndrom, im Rollstuhl und Autisten hatten die entsprechenden Rollen im Film übernommen. Auch das deutsche Remake "Das gewisse Etwas" setzt auf einen inklusiven Cast, der mit seiner Spielfreude ansteckt.
"Das gewisse Etwas" - eine lustige und zugleich warmherzige Geschichte übers Zusammenleben in Gemeinschaft, die zeigt, wie selbstverständlich Inklusion sein kann.
Die Bewertung auf einen Blick
Vier von fünf Sternen
Komödie, Deutschland 2026
Regie: Marc Rothemund
Länge: 105 Minuten
Ab 6 Jahren
Kinostart: 03.09.2026
Sendung: WDR 2 Das Morgenmagazin, 03.09.2026, ab 5:05 Uhr