Darum geht's
In der Fortsetzung der Hexenkomödie aus den 1990er Jahren geht es erneut um die Frauen der Familie Owens, die mit einem Fluch belegt sind: "Jeder, den wir lieben stirbt!" Das heißt: Sobald sich eine von ihnen verliebt, kommt diese Person umgehend auf unnatürliche Art ums Leben. So hat Sally bereits zwei Männer verloren, jetzt ist ihre mittlerweile erwachsene Tochter Kylie dabei, ihr Herz zu verschenken. Als sie von dem Fluch erfährt, setzt sie alles daran, um ihren Freund zu retten, der einen Autounfall hatte und im Koma liegt. Mit einem alten Zauberbuch macht sie sich auf den Weg nach England, wo die unheilvolle Familiengeschichte im 17. Jahrhundert begann. Ihre Mutter Sally und Tante Gillian folgen ihr.
Darum geht's wirklich
Vor 28 Jahren bezauberten die Leinwand-Schwestern Sandra Bullock und Nicole Kidman das weibliche Publikum, Filmkritiken waren damals verhalten. 2020 erschien die Fortsetzung des zugrunde liegenden Romans, der wohl ein Grund dafür war, das Hexenduo erneut auf die große Leinwand zu bringen.
Die spielen mit
Sandra Bullock spielt Sally, Nicole Kidman deren Schwester Gilian. Die nächste Generation, also die Töchter von Sally, werden von Joey King und Maisie Williams verkörpert. Dianne Wiest und Stockard Channing sind erneut in den Rollen der alten Tanten zu sehen.
Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz
Der Reiz des Films liegt in der Wiedervereinigung der Leinwandstars Nicole Kidman und Sandra Bullock als unterschiedliche Schwestern: Kidman spielt die hibbelige Gillian, Bullock die trauernde, ängstliche Sally. Ja, es werden wieder Midnight-Margaritas getrunken. Doch Momente, in denen die beiden so richtig albern sein dürfen, sind viel seltener, als im 28 Jahre alten Original. Leider ist die Mimik bei beiden Hollywoodstars mittlerweile so eingeschränkt, dass man echte Zornesfalten auf der großen Leinwand vermisst und ihre Figuren weniger Kontur bekommen, als ihnen zusteht.
Das Schwesternpaar der nächsten Generation, das den Film moderner, aktueller machen könnte, ist dramaturgisch durch die Englandreise der einen schnell auseinandergerissen und kann sich nicht entwickeln, schnell liegt der Fokus wieder auf Mutter Sally und ihrer Schwester. Ihnen schaut man eigentlich gerne zu, doch die Inszenierung gibt ihnen wenig Raum.
So zündet die gewagte Mischung aus Komödie, Drama, Romanze und einem Schuss Übersinnlichkeit in der Fortsetzung nicht. Die magischen Momente fehlen. Kein Wunder: In "Practical Magic 2 – Bezaubernde Schwestern" wird überraschend wenig gezaubert, aber ausladend über Gefühle und die Vergangenheit geredet.
Die Bewertung auf einen Blick
Drei von fünf
Fantasy, USA 2026
Länge: 135 min
Ab 12 Jahren
Kinostart: 10. September 2026
Sendung: WDR 2 Der Nachmittag 10.09.2026, ab 15.05 Uhr