Zwischen Kiez und Kult. Das Hamburger Heiligengeistfeld
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Auf dem Heiligengeistfeld ist der Teufel los: Der Hamburger Dom ist eines der größten Volksfeste in Deutschland und das Stadion des FC St. Pauli grenzt an das Gelände unweit der Reeperbahn. Wo findet sich das Heilige am Heiligengeistfeld?
"Der Dom"
Auf dem Heiligengeistfeld ist der Teufel los: Dreimal im Jahr findet hier "der Dom" statt – eines der größten Volksfeste in Deutschland. "Der Dom" heißt so, weil früher, als hier noch die Kathedrale stand, die Gaukler und Marketender bei Hamburger Schietwetter im Gotteshaus ihre Dienste anboten.
Göttlich am Millerntor
Neben dem "Dom" überragt das Heiligengeistfeld ein eher unheiliger Ort: ein Flak-Bunker aus dem 2. Weltkrieg, der heute mit Fassadenbegrünung Hotelgäste und Clubbesuchende anzieht. Von dem Hochbunker schaut man direkt aufs "Millerntor": jenes legendäre Stadion des FC St. Pauli, das für viele Fans durchaus ein heiliger Ort ist - und dessen Präsident auch noch Göttlich heißt.
"Der älteste Club auf St. Pauli"
Aber wem ist schon bewusst, dass das ganze Viertel mit dem Rotlichtmilieu mittendrin den Namen eines Heiligen trägt: des Apostel Paulus? Gut, der katholische Kiezpfarrer weiß das natürlich. Schließlich ist seine Kirche – wie er gern betont – "der älteste Club auf St. Pauli".
Autor: Michael Hollenbach
Eine Produktion des NDR
Redaktion im WDR: Christina-Maria Purkert
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